Ein bayrisches Lokal in Berlin-und das einem Wiener, der zum ersten Mal in Berlin ist und am 7. Mai 2013 mit einer international gemischten Gruppe dieses Abenteuer wagt. Aber bestellt ist bestellt, also ab durch den knackevollen Gastgarten (19:00 Uhr) in den Gewölbekeller, genauer gesagt ins Bierstüberl. Der Teil der Gruppe die den kürzeren Weg vom Hotel genommen hatte, war schon mit Getränken versorgt. Wir Ausflügler mussten warten. Als die Bestellung endlich aufgenommen war, dauerte es noch 15 Minuten, bis ich mein dunkles Weizenbier hatte. Aber das Warten hat sich ausgezahlt! Selten so ein vorzügliches und wohltemperiertes Bier getrunken!
Zum Essen gab es von einem reichhaltigen und vielfältigen Buffet in einem Nebenraum. Hervorheben möchte ich hier die Stelze (Eisbein) und die Kartoffeln-das war echt gekonnt! Im Gegensatz dazu waren die Knödel leider hart und trocken.
Die Nachspeisen waren auch reichlich und lecker.
Warum ich mich so auf das reichlich fokussiere: ich habe schon einige dieser social events bei Tagungen mitgemacht und in besonders schlechter Erinnerung ist mir hier ein Ritteressen bei der Tower Bridge in London, wo vom Brot über die Suppeneinlage bis hin zur Hauptspeise jedes Teil abgezählt und kein Nachschlag möglich war. Nicht so im Weihenstephan! Danke dafür! Im Laufe des Abends ist dann die Bedienung auch in die Gänge und ins Schwitzen (so wie wir) gekommen. Gewundert hat mich lediglich, dass nicht proaktiver nach Getränkewünschen gefragt wurde. Aber vielleicht ist das hier ja so Sitte? Besonders bedanken möcht ich mich bei der unbekannten Kellnerin mit den kurzen rötlichen Haaren, die so freundlich war, mich durch den Rest des Gewölbes zu führen und so der Massenabfertigung doch noch eine persönliche Note verliehen hat. Zu meiner Überraschung hat sie mich gesiezt, möglicherweise eine Reaktion auf den Eintrag von den"Weihnachtsmännern aus Spandau" ? Zu den WC's möchte ich noch anmerken, dass man sich die richtige Türe merken sollte, bevor man mehr oder weniger illuminiert ist. Warum? Ob der Zutritt für Männlein oder Weiblein ist wird zwar mehrsprachig, aber in einer Art Wappen eingebunden, angezeigt. Das muss man erst mal checken! Alles in Allem ein guter Abend, nur wer die Enge eines Gewölbes, die stickige Luft und den Hall der Stimmen nicht abkann, der sollte sich um einen anderen Platz im Lokal bemühen. Zu den Preisen kann ich nichts sagen, da wir eingeladen waren. Liebe Grüße aus Wien!! read more