Nach ein paar Besuchen in der Solo Pizza können wir uns mittlerweile eine kleine Meinung bilden. Die Pizzas sind groß, geschmackvoll und für den Preis in Ordnung. Der Salat ist frisch und die Nudeln mit Tomatensoße schmecken richtig lecker. Nun zum Service und unser Eindruck bei den Besuchen: Der Ober ist immer bemüht volle Aufmerksamkeit zu erlangen. Auch nach dem dritten Mal, wenn es schon weh tut, waren wir gewillt, seine lustigen Späße witzig zu finden. Im Rausch seiner Geschäftstüchtigkeit lässt er sich auch nicht davon abbringen, Salate am Tisch landen zu lassen, die wir gar nicht bestellt hatten und auch nicht gewillt waren, trotz folkloristischer Einlage, am Tisch zu behalten.
Nachspeisen, die wir erst später essen wollten, lieferte er prompt. Ein Gast äußerte den Wunsch, sich später für eine Nachspeise entscheiden zu wollen, auch sie wurde mit einem Favoriten des Obers sofort beglückt, ohne sich dafür je entschieden zu haben. Dafür nahm sie, denn sie wollte seine Auswahl der Nachspeise nicht essen, auch einen gewissen Unmut des Obers in Kauf.
Es erstaunte uns daher auch nicht mehr, nachdem wir müde waren der Leistungsfähigkeit des Obers Beachtung zu schenken, dass nunmehr bestellte Getränke unsanft ihren Platz an unserem Tisch fanden.
Wenn meine Kinder manchmal etwas machen sollen, was ihnen nicht unbedingt gefällt, erlebe ich hin und wieder eine Form des Nachmaulens. Für die kinderlosen Mitmenschen bietet sich die Möglichkeit in der Solo Pizza vergleichbares zu erleben, zumindest vernahmen wir laut und deutlich, aus der Person des Obers, eine gewisse Form der kindlichen Unmutbekundung, nachdem wir mehrmals erklären mussten, getrennt zahlen zu wollen.
Am Rande sei noch erwähnt, dass es anderntags (wieder bei getrennt zahlen) und einer überschaubaren Rechnung, von: Getränk, Salat, Pizza, schon mal vorkommt, sich mit 2 Euro, zu ungunsten des Gastes, zu verrechnen.
Wie wir feststellen, bietet München eine große Auswahl an Pizzerien. Auch wenn es uns schwer fällt, möchten wir nächstes Mal, und dazu haben wir uns durchgerungen, eine andere ansteuern. read more