Pignut. Südstaatengeilheit. Oh, du Fleischeslust. Fleisch, das dich vergessen lässt. Eine Hure, die dein Geld frisst. Du tust es ihr gleich. Du willst mehr. Du wirfst ihr dein Geld in den Rachen. Achtzehn Stunden im Rauch. Oh, du Rauchvergnügen, du Liebelei, du willst nicht, du gibst nur. Saftiges Fleisch, deine Sehnigkeit ein Geschenk Gottes. Schwein, ich ziehe den Hut vor dir! Ich will mehr. Wir bestellen mehr. Wir lutschen die Knochen, die Finger, die Soßen, kein Fett spritzt vom Teller, nein, alles muss fein säuberlich gegessen werden. Wir müssen Ordnung schaffen im Chaos der Lüste, die Gier diszipliniert uns, sie verlangt uns alles ab. Jeder Biss, jede Koordination wird belohnt. Mit mehr. Oh, du Fleischeslust. Adam gab seine Rippe und Gott schuf damit Eva. Wir wollen alle Rippen die wir kriegen können und geben nichts wieder her. Und wir schaffen. Alles. Mit jedem Schluck des kräftigen Ales geht mehr. Ich befeuchte meinen Hals, eine Rutsche für die zarten Fetzen dieser Südstaatengottheit; sie vernichtet mich von innen, sie nimmt mir meine Sinne - ich kann nie wieder etwas anderes essen. Oh, du verheerende Schönheit! Jedes Stück Schwein lässt das Schwein in mir jaulen, es schabt und gräbt sich aus meiner Bauchdecke. Der Garten der Lüste ist bepflanzt mit bestem Hickory, es tummeln sich bärtige Holzfäller und jagen Schweine in den Ofen, der mein Herz ist. Der nächste Biss von der Rippe schmerzt, bald ist die Verwandlung vollzogen, Lynyrd Skynyrd, Moonshine, eine dickbrüstige Blondine ohne Zähne setzt sich auf meinen Schoß und grinst, alles ist Fleisch, sie trägt ein Kreuz um den Hals, es brennt. Ich brenne für dieses Barbecue, und als ich die Augen wieder öffne und in die grinsenden, zufriedenen, verschmierten Visagen meiner Freunde blicke, wird mir plötzlich klar warum ich hier bin und warum ich lebe. Um das zu erleben. Immer und immer wieder. read more