Zweimal miserable Erfahrungen mit PC Spezialist Bonn:
Kunden auflaufen lassen, statt Service bieten
Im August 09 habe ich bei PC SPEZIALIST BONN ein Notebook erworben inkl. erweiterter Service-Leistung, z. B: mit einer angeblich bevorzugten Abwicklung bei Defekt Ihres Geräts z.B. Werkstatttermin für 3 Jahre etc. Jetzt bin ich zum 2. Mal fassungslos über den Umgang dieses Unternehmens mit seinen Kunden. Denn in meinem Fall kam folgendes zusammen:
1. Mangelhafte Ware: Schon unmittelbar nach dem Kauf verbrachte das Gerät (bei dem PC Spezialist ein Zusatzmodul eingebaut hatte) mehrere Wochen in der Werkstatt, da es immer wieder unregelmäßig nicht bootete. Beim ersten Termin wurde ein technischer Defekt entdeckt. Danach existierte das Problem weiterhin, PC Spezialist fand den (neuen?) Fehler nicht, bzw. behauptete, er existiere nicht.
2. Mangelnde Kulanz': Hätte ich ein Leihgerät in Anspruch genommen, so hätte ich dafür vom Kauf-Tag an eine Leihgebühr zahlen müssen.
3. Keine Rückerstattung/Rücknahme nach dem 2. vergeblichen Reparaturversuch: Das Unternehmen weigerte sich einfach, das (nun wg. mehrerer Tage im Testlauf nur noch vermeintlich neue) Gerät zurückzunehmen, das es ja angeblich funktioniere. Man bot mir lediglich eine dritte Reparatur an. Mein Recht auf Rücktritt oder Schadensersatz nach 440 BGB hätte ich erklagen müssen. Immerhin funktionierte das Gerät nach der 3. Reparatur rund 2,7 Jahre lang.
4. Extrem hoher Zeitaufwand für mich als Kundin: Für den Kauf eines neuen Notebooks musste ich immer wieder ins Geschäft und dreimal meine Programme und Daten neu aufspielen, da diese ja stets dort gelöscht wurden. vom Ärger über den schlechten Service ganz zu schweigen.
5. Schlechte Beratung: Zum Notebook wollte ich ein einfach bedienbares, nicht zu komplexes Sicherungsprogramm kaufen und erhielt Acronis. Das entpuppte sich als sehr komplex und daher nicht wirklich für meine Bedürfnisse geeignet. Einfache Fragen dazu konnte mir im Geschäft niemand beantworten. Auch zum Notebook wurde ich kaum beraten.
6. Kurze Lebensdauer: Die Werkstattzeiten abgezogen, konnte ich das Gerät ca. 2 Jahr nutzen, dann gab die Festplatte auf.
Ob dies auch mit den Start-Problemen zu tun hatte, oder damit, dass sie anfangs tagelang bei Testläufen in Betrieb gewesen sein soll, kann ich nicht beurteilen.
7. Mit falscher Telefon-Auskunft ins Geschäft geholt: Am Telefon sagte mir ein Mitarbeiter (sicher nicht absichtlich), die Reparatur und ein Versuch der Datenrettung seien Teil des von mir erworbenen 3-jährigen PC Protect'-Service. Ich solle das Gerät einfach vorbei bringen, was ich sofort tat. Vor Ort war nicht nur die Datenrettung plötzlich kostenpflichtig. Schon für den reinen Test, ob noch etwas zu retten ist, sollten ca. 30 Euro berechnet werden. Die Rettung selbst ist dann natürlich deutlich teurer.
8. Unzumutbar lange Wartezeiten: Beim Kauf zahlte ich 59 Euro für den sog. PC Protect 2 3 Jahre', der eine bevorzugte Abwicklung bei Defekt Ihres Geräts zusichert. Dennoch heißt es nun: Ob es zu einer Reparatur käme, werde sich erst in 2 bis 3 Wochen entscheiden, wenn der Garantie-Partner darüber entschieden habe.
9. Kommunikation mit entscheidungsbefugten Ansprechpartnern unmöglich: Im Geschäft und am Telefon sprach ich mit mehreren jungen Herren, die bei den zentralen Fragen keine Antwort geben konnten, und mich dann stets auf den Werkstattleiter verwiesen. Dem telefonierte ich drei Tage lang ca. 10 x hinterher. Meine Bitten um Rückruf wurden trotzt bevorzugter Abwicklung tagelang nicht beantwortet. Weder Filial- noch Werkstattleiter waren für mich zu sprechen. Angeblich waren sie auch nicht über Handy erreichbar. Die jungen Herren im Geschäft teilten mir mehrfach ihr tiefes Verständnis für meinen Ärger mit, was bei mangelnder Konsequenz auf Dauer zwar verkaufsgeschult, aber wenig ernsthaft klingt.
10. Kunden auflaufen lassen und mürbe machen: Als ich endlich auf einer klaren Auskunft statt Vertröstungen bestanden habe, drückten die Mitarbeiter des Unternehmens mich einfach aus der Leitung. Als ich dann anonym' anrief, waren auch sie nicht mehr für mich zu sprechen. Statt dessen behauptete ein erheblich weniger freundlicher Mitarbeiter in einem gelinde gesagt sehr dominanten Ton: Die in meiner Rechnung genannte bevorzugte Abwicklung könne ich gar nicht erworben haben. Nun habe ich die Kommunikation beendet.
Und, siehe da, am nächsten Tag, sprach der Werkstattleiter auf meinen AB: Falls ich noch Fragen hätte, könne ich ihn gern anrufen ganz arglos, als sei gar nichts geschehen. Also freundlich waren die meisten PC Spezialisten jetzt schon, nur reagierten sie schlicht nicht auf meine Kommunikationsbeiträge, ganz so, als hätte ich eigentlich nichts gesagt.
Wenn all das eine bevorzugte Abwicklung ist, frage ich mich, wie dieses Unternehmen seine Kunden normalerweise behandelt. Wann, ob, von wem und unter welchen Umständen hier was repariert oder wiederhergestellt werden kann, steht nun leider noch in den Sternen. read more