Das Essen im Nomiya war recht lecker - zumindest das, was trotz Vorbestellung unseren Tisch erreicht hat. Aber der Weg dorthin war ein echtes Dilemma. Da wir eine größere Runde waren, ein Geburtstag, wollten wir einen Tisch reservieren. Das ging aber nur mit Vorbestellung, denn "sonst storniere ich die Reservierung jetzt sofort" (O-Ton Nomiya-Tel.).
Vorbestellung = verständlich, aber schwierig bei 10 Personen und einem Lokalprinzip, das auf Spießchen ausgerichtet ist.
Nach mehrmaliger Patzerei am Tel. kam dann der Abend selbst: Alle 10 Personen da, jeder hatte seine Bestellung extra ausgedruckt, um Missverständnisse zu vermeiden (denn die Vorbestellung ging "nur per Telefon, bitte nicht per Mail!"). Trotzdem haben wir ganz andere Sachen aufgetischt bekommen, als bestellt - und dann nicht mal genug, als das alle satt geworden wären. Begründung: Das sei unsere Bestellung, Punkt aus. Keine Diskussion, aber erst der Anfang einer Unfreundlichkeits-Odyssee von Seiten der Bedienung. Wir sollen uns nicht so anstellen, man versuche es jetzt noch mal mit uns beim Hauptgang, etc.
Nachdem das Geburtstagskind die Bedienung darum gebeten hatte, vielleicht etwas freundlicher zu uns allen zu sein, da wir immerhin Gäste sind und eine entsprechende Rechnung hinterlassen würden, wurde das Geburtstagkind als Prinzesschen beschimpft. In meinen Augen ein No-Go.
Auf der Rechnung standen letztlich übrigens weder die vorbestellten Gerichte, noch die tatsächlich aufgetischten. Sondern Speisen und Getränke, die wir so nicht konsumiert hatten. Die Rechnung war aber dennoch so hoch, dass Freundlichkeit erwünscht gewesen wäre.
Fazit: Bayerischer (weil granteliger) Japaner (weil japanisches Essen), den wir trotz nettem Ambiente nicht mehr besuchen werden. Wenn wir jemandem Geld dafür bezahlen, dass er uns beleidigt, können wir das auch in der U-Bahn. read more