"So when you really love me, Darling, bring me Edelweiss. So when you really love me, You should bring me Edelweiss" tönte es einst in meiner Jugend. Ein Song im Jahr 1988 zu einer ABBA-Melodie war eines der Lieder, die eine gewisse Pflanzenart aus den Alpen, eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, thematisiert haben. Nämlich das Edelweiß, das sicherlich als eines der Symbole für die Alpen steht und auch stark verkitscht ist.
Deshalb macht es einen eher etwas skeptisch, wenn an einer Stelle, an der man sich nicht um Stammgäste zu kümmern braucht, da Lauf- oder Fahrkundschaft garantiert ist, schließlich ist das Kloster Ettal direkt nebenan, eine Lokalität "Edelweiß" heißt.
Aber da ich mehr als genug Zeit zu überbrücken hatte, bis wieder ein Bus fuhr, und zudem meine kurze Einkehr im Café 1330 der berühmte Satz mit X war, bot es sich an, noch etwas zu essen. Aufgrund der nicht auf Stammkundschaft angewiesenen Lage ohne sonderliche Erwartungen, aber doch von den Yelp-Bewertungen her eher positiv gestimmt, nahm ich draußen Platz. Der Service kam prompt, von der Karte entschied ich mich für einen Heubraten, dazu gab es einen Saft (und zwar nicht von der Gerste). Der Service war flott, freundlich, sympathisch und auch hübsch anzusehen- schon mal ein klarer Pluspunkt.
Und erst der Heubraten. Ein Genuss... Heubraten bedeutet übrigens nicht, dass einfach nur Heu gebraten geworden wäre. Es war ein vollkommen unveganes Gericht, zumal mit totem Tier versehen. Aber zum Niederknien.
Hier hätte ich es bestimmt noch länger aushalten können, aber ich wollte nicht Gefahr laufen, dass ich hier zu lange feststecke und dann den Bus verpasst hätte.
Der Befund, dass man oft vom Service und/oder der Qualität in sehr touristisch geprägten Ecken nicht übermäßig verwöhnt war, war hier nämlich wirklich Fehlanzeige. So soll das, so lobe ich mir das. read more