Zuerst einmal kann ich sämtliche Bewertungen hier absolut nicht nachvollziehen. Gut, die Gaststätte, die sich direkt am Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich befindet sieht nett und gemütlich aus. Die Raumkulisse ist ebenfalls schick. Aber der Inhaber dieser Gaststätte passt rein 0,00000% ins Konzept zu einer gemütlich gestaltenen Gaststätte. Was meine ich damit?
Wenn ich am Rheinufer spazieren gehe, eine Gaststätte sehe und Lust habe etwas essen zu gehen, erwarte ich folgenden Service:
1. Gemütliches Ambiente (passend zur Umgebung)
2. Gutes Essen & Trinken
3. Nettes Personal
Was habe ich geboten bekommen? FAST GARNICHTS VON ALL DEM!
Wie gesagt, das Ambiente passt eigentlich. Wenn man diese Gaststätte zum ersten Mal betritt, könnte man fast meinen "Hier gehe ich gerne wieder hin". Die Ausstattung wirkt modern und friedlich. Und nun kommen wir zum entscheidenen Punkt:
Der Inhaber wirkt völligst überfordert. Kontert selbst knallhart gegenüber Leuten, die schon das Mindestalter von 70 erreicht haben. Er schreit sein Personal an und es scheint ihm völlig egal zu sein, ob seine Gäste etwas davon mitbekommen oder nicht. Ja, er sucht förmlich nach Fehlern seines Personals. Nicht nur das! Er beschwert sich in seiner Küche förmlich, wenn seine Gäste ein etwas ausgefallenes Schnitzel haben wollen. Aus der Küche konnte man ein knallhartes "Was bildet man sich ein" hören. Nebenbei muss man dazu erwähnen, dass sich alleine schon mindestens acht verschiedene Schnitzelsorten auf der Karte befinden. Wieso beschwert sich also der Inhaber, wenn er selbst seinen Gäste so etwas anbietet? Überforderung? Man konnte förmlich hören, wie er seinen Frust am Schnitzel ausgelassen hat, indem er ständig wie ein Irrer darauf rumhämmerte. Und ganz ehrlich? Das Stück Fleisch konnte einem echt nur leid tun.
Nachdem das Essen dann auf den Tisch serviert wurde, ohne einmal anstandshalber "Guten Appetit" zu wünschen, kamen wir nun endlich zum essen. Ganz ehrlich? Eine Angst war schon drin, was nicht noch alles mit dem Essen gemacht wurde. Unterstellen möchte ich nichts, ausschließen aber auch nicht. Das Essen wirkte künstlich und nur minimal selbst zubereitet. Die Soße war definitiv eine Fix-Tüten-Soße. Von den Pommes mag ich erst garnicht sprechen. Insgesamt ein blankes Desaster! Ganz nebenbei war seine Stimme weiterhin lauter, als das gesamte HR 1-Programm, das im Hintergrund gelaufen ist. Ständig brüllte er in der Küche sein Personal an und selbst in der Gaststätte konnte man sich kein Gramm beherrschen und brüllte die recht freundliche Bedienung an, nur weil dieser nicht den Apfelsaft dort hinstellte, wo Chef es wollte. Ob das ein Zustand für das Personal ist? Ob überhaupt eine Qualifizierung des Personals vorhanden ist? Die Überforderung und Verzweiflung ist auf jeden Fall ganz schnell feststellbar! Als Arbeitgeber kann ich auf keinen Fall meine Mitarbeiter so behandeln! Es fehlt da nur noch die Peitsche und wir könnten von einem Sklavenhandel sprechen.
Nein, ich übertreibe hier ganz und garnicht. Ich bin seit Jahren ein stolzer Gaststätten-Besucher. Habe schon einiges miterlebt in Form von Wartezeit, Haar im Essen usw.! Aber das? Nein! Wir waren zu dritt dort und waren uns einig, dass diese Gaststätte nie wieder besucht wird. Es passt einfach garnichts zur Umgebung. Das Wasser des Rheins soll ja eigentlich zur Gemütlichkeit und Ruhe gelten. Klar, wenn das restliche Ambiente stimmt, könnte die Gaststätte Bootshaus ein echtes Highlight sein. Aber so? Mit diesem Inhaber? Mit diesem Personal, dass schon selbst einen psychischen Knacks weg hat? Mit dem unliebevollen zubereitetem Essen? Auf keinen Fall!
Das ist fast genauso, als ob man mit einem Jogginganzug zum Wiener Opernball geht. Es passt einfach kein Stück! Klingt komisch, ist aber leider so! read more