3xZitronenpfeffer
= 0,nix Jetzt
haben wir es auch endlich einmal ausprobiert, das Vegelangelo. Vor einigen
Tagen reservierten wir zwei Plätze in dem rein vegetarischen Restaurant. Leider
sollte es ein Abend werden den man lieber schnell wieder vergessen möchte. Doch
beginnen wir am Anfang Sofort
als wir das Restaurant betreten hatten wurden wir sehr freundlich von einem
Kellner empfangen und an unseren vorher reservierten Tisch gebracht. Die
Einrichtung wirkt zwar bunt zusammengewürfelt, ist aber trotzdem sehr
gemütlich. Im Gegensatz zu anderen Bewertungen, war bei unserem Besuch die
Chefin nicht völlig auf sich allein gestellt. Man merkte dem Kellner an,
dass er diesen Job wahrscheinlich nur hobbymäßig ausübt, da er etwas nervös
erschien und auch das Tagesgericht nicht auswendig wusste, sondern mehrmals
versuchte es von der Tafel an der Wand abzulesen. Doch diese Unsicherheit
machte er mit echter Herzlichkeit spielend wett. Insgesamt gab es also einen
durchaus gelungenen Start. Die
Vorspeise von der Tageskarte, eine Rote-Rüben-Kokos-Suppe, wurde sehr schnell
gebracht und schmeckte zunächst auch nicht schlecht. Garniert war sie mit einer
ordentlichen Portion sogenanntem Zitronenpfeffer, der uns an diesem Abend
(leider) noch sehr oft begegnen sollte. Der Geschmack war so lange gut bis ich
einen kristallartigen Klumpen im Mund hatte der knackend zerplatzte und einen
krassen Würzgeschmack freisetzte, der mir beinahe die Schädeldecke wegsprengte.
Was genau das war kann ich nicht sagen, aber man kann es sich vorstellen als
würde man auf einen Maggiwürfel beißen. Nach
diesem merkwürdigen Erlebnis hoffte ich auf den Hauptgang, um endlich wieder
einen anderen Geschmack im Mund zu haben. Leider waren die Hauptspeisen eine noch
viel größere Katastrophe. Es gab Trüffeltortelloni auf Spinat (Tageskarte) und
Gegrillte Artischocken. Beide Gerichte waren wieder mit dem penetranten
Zitronenpfeffer, der auch die Vorspeise würzte regelrecht überschüttet, so
dass es kaum möglich war den tatsächlichen Geschmack der Gerichte zu erahnen.
Ich empfand den Geschmack als so schlimm (salzig, scharf, pfeffrig), dass ich
nach wenigen Bissen frustriert aufgab und das Essen zurück in die Küche gehen
lassen musste. Es tut mir leid, ich esse sehr gern auch scharf, aber Salz und
Pfeffer pur geht gar nicht. Meine Freundin hat ihren Teller mehr oder weniger
aufgegessen, nachdem sie die Würzschicht vom Gemüse gekratzt hatte. Geschmeckt
hat es ihr aber natürlich auch nicht. Der Kellner blieb trotzdem freundlich und
wollte nun genauer wissen woran es gelegen hatte. Angeblich hatten sich noch
NIE Gäste über das Einheitsgewürz, das wohlgemerkt auf ALLE Speisen des Restaurants
gestreut wird (Aussage des Kellners), beschwert. Das kann ich mir kaum vorstellen! In den Gesichtern
anderer Gäste konnte man durchaus ablesen, dass sie ebenfalls nicht freudig
überrascht waren. Doch
die größte Gemeinheit folgte zum Schluss als wir das Gericht, welches ich kaum
angerührt hatte, auch noch zur Hälfte bezahlen mussten. Ich habe keine Ahnung
ob ein Restaurant in so einer Situation Geld verlangen darf, aber passiert ist
es mir noch nie. Die Hälfte bedeutete bei diesem Gericht 7,00 Euro für
NICHTS!!! Es tut mir ja leid, aber das werde ich nicht so schnell vergessen. Ich
hoffe die Köchin überdenkt ihr Zitronenpfefferkonzept noch einmal, denn dass
viele Gäste darauf stehen, dass alle Gerichte SO schmecken kann man sich nicht
vorstellen. Die schlechteste Wertung gibt es, weil keins der Gerichte lecker
war, der Kellner zwar freundlich, aber die Rechnung eine Frechheit. Wie es hier zu teilweise sehr guten Bewertungen kommen kann ist mir unbegreiflich. read more