Ich möchte dieses Etablissement nicht näher in Verbindung mit dem Ausdruck Restaurant bringen, weil dieser ist hier völlig fehl am Platz ist und mitnichten dem entspricht, was ich im The Bird erlebt habe. Für mich beinhaltet der Ausdruck Restaurant, dass es einen kundenfreundlichen Service gibt, dass das Zeitmanagement ausgebaut ist, die Umgebung angenehm ist und vorallem, dass Speis und Trank nicht mit dem Essen einer drittklassigen Pommesbude zu vergleichen sind. Ich bin sehr enttäuscht über diese Lokalität, da ich mich im Voraus mit der Speisekarte auseinander gesetzt hatte und der Überzeugung war, dass es kein Fehler wäre, dort einen netten Abend im Kreis meiner Freunde zu verbringen ich wurde jedoch eines Besseren belehrt.
Schon beim Eintritt in den Gastraum war ich von der Location enttäuscht, es mutete einem etwas größer geratenem Kiosk an. Bierbänke schön und gut, aber wenn dann bitte gepaart mit passender und gemütlicher Deko. Von dieser war absolut nichts zu sehen: Jägermeister-Plakate, bunte Papierfähnchen, lieblos an die Wand gestellte zusammengeklappte Bänke und Tische, leicht angesiffte Ketchup-, Senf- und Mayonaisetuben und Ähnliches. Alles andere als gemütlich oder einladend, sondern ein zusammengesuchter Haufen von lieblos ausgewählten Gegenständen um den Raum zu füllen. Na gut, dachte ich mir, vielleicht kann es das Essen und ein leckerer Drink ja rausreißen.
Ich kam nach, meine Freunde hatten schon einen Tisch ergattert und bestellt. Nachdem mehrere Kellnerinnen an uns vorbei liefen und keinerlei Reaktion zeigten, wenn wir Entschuldigung! riefen, hatten wir nach 15 Minuten endlich das Glück zu bestellen. Die Gelegenheit bot sich, als die Kellnerin erste Getränke meiner Freunde brachte. Identische Getränke wurden in verschiedenen Gläsern gebracht, in manchen Bars ein Beweis für Kreativität und Individualismus hier eher ein weiterer Beweis für lieblosen Kundenservice. Aber zu dem Wein später mehr.
Bestellung des Essens war relativ einfach, die Warterei auf das Bestellte jedoch ließ den Magen und manch' Mensch knurren. Ca. 45 Minuten vergingen bis wir etwas Dampfendes auf den Tisch bekamen. Die Antwort auf die Frage, wieso wir so ewig warten mussten, ergab sich bei dem Blick auf das Essen. Das Burgerfleisch Medium rare und auch blutig bestellt, hätte durchgebratener nicht sein können. Das zerbröckelnde Fleisch wurde garniert mit Aufback-Toastis, vielleicht nicht von Penny, aber von Rewe mit Sicherheit. Die Pommes als handmade angepriesen, waren wohl eher von Hand mehrere Monate in Öl eingelegt und sekundenlang frittiert worden. Matschiger Kartoffelbrei aus der Tüte in Pommesform gepresst. Alles andere als lecker, wie man der Beschreibung entnehmen konnte. Die Salatbeilage oh Wunder nicht von einer Schnecke angenagt war noch das Beste an der ganzen (Horror)-Geschichte.
Nun zu unseren Drinks. Bier war ok! Die Wartezeit für einen Wodka Red Bull lag bei ca. 25-30Minuten, definitiv zu lang. Was jedoch ausschlaggebend für mein nicht erneutes Erscheinen in diesem Laden ist die Weinschorle, davon 2 getrunken, am nächsten Tag Kopfschmerzen wie nach einer durchzechten Partynacht und schwere Übelkeit. Überzogen gesagt, grenzt das schon an Körperverletzung. Ich möchte nicht wissen, welch schauerhaftes Zeug das war. Nicht einmal in meinem Leben habe ich solche Katererscheinungen nach 2 Gläschen WeißweinSCHORLE gehabt.
Das Fazit ergibt sich, denke ich, von selbst! Nicht empfehlenswert und unterdurchschnittlich in jeder Hinsicht! Schade! Eigentlich möchte ich KEINEN EINZIGEN Stern vergeben. read more