Auf Grund einer Bewertung im Internet besuchte ich letzten Sonntag das Restaurant Thats Amore.
Ich blieb gleich in Gastgarten, da die Messenhausergasse eigentlich
sehr verkehrsarm ist und wurde kurz darauf von einen typischen Italiener
begrüßt (zumindest hat die Mutter meiner Kinder diesen Typus immer als
echten Strand-Ragazzi bezeichnet und dann immer ganz leuchtende Augen
bekommen). Nach dem ich die Pizzen vom Thats Amore testen wollte, erschien mir
eine Quattro Stagioni als beste Wahl perfekte Verteilung verschiedener
Spezialitäten und gleich die erste angenehme Überraschung diese vier
Jahreszeiten hatten ein Viertel mit Meeresfrüchten. Die Pizza kam nach einer kurzen Wartezeit und sie sah so herrlich
aus, dass ich zuerst die optischen Eindrücke und natürlich den Geruch
auf mich wirken ließ. Echter Mozarella, fein in Streifen geschnittener
Prosciutto cotto, frische Champions, eingelegte Artischocken, zwei
Gamberi (das war die Abteilung Meeresfrüchte) und ein herrlicher
Pizzaduft. Zuerst der Teig innen fantastisch flaumig und außen knusprig. Der
erste Pizzateig seit Jahren, der einen unbeschreiblich feinen
Eigengeschmack hat nicht zu vergleichen mit den üblichen
geschmacklosen Varianten bei den Kebabbuden-Pizzen. Auch an der Pommodorisauce, den Champions und dem Mozarella merkte
man, dass hier Wert auf Qualitätsprodukte gelegt wird. Dass die
Artischocke eingelegt war, liegt möglicherweise an der Saison jetzt
gibt es halt keine frischen. Der Prosciutto cotto war mir persönlich zu fein geschnitten und eine
Spur zu lieblos verteilt. Dafür verteilte sich in diesen Viertel der
Pizza ein Hauch von Oregano. Ein Oregano, der sicher nicht vom Kotányi
kommt- zuletzt hab ich so einen Geschmack in Apulien verspürt. Dafür waren die gegrillten Gamberis wieder phantastisch genau
richtig durchgegrillt, saftig und perfekt gewürzt lagen zwei große
Stücke noch mit Schale auf der Pizza. Serviert wurde die Pizza von einer typischen Italienerin, wie der
Sohn meines Vaters sagen würde freundlich und doch spürt man den
leichten Stolz, den nur Italien versprühen kann wie Sophia Loren in
Es begann in Neapel. Während des ganzen Essens fühlte ich mich in die
Gegend irgendwo rund um Pisa versetzt. Abgeschlossen habe ich diesen Abend mit einem Ristretto von Illy, der
leider nicht ganz perfekt war keine Ahnung warum, er hatte einen
Nachgeschmack Der Gastgarten war für 22:00 Uhr abends noch gut besucht einige
italienische Gäste und ein paar deutsche Studenten und ist angenehm
gestaltet, aber keine architektonische Meisterleistung. Angenehm und
nicht mehr. Für mich war es trotz einiger Kleinigkeiten ein perfekter Abend und
ich komme sicher wieder, denn das Thats Amore zählt sicher zu den
Top-Italiener im dritten Bezirk. read more