Viel, viel Licht und wenig Schatten! In jeglicher Hinsicht.
Wir sind sicherlich so etwas wie Stammgäste-light dort, also nicht jeden Tag im Sommer zugegen, aber doch so regelmäßig, um die Entwicklungen der letzten drei Jahre gut beurteilen zu können und unsere Beobachtungen über einen Zeitraum von 3 Jahren, diversen Namensänderungen und einen Pächterwechsel in regelmäßigen Abständen überprüft zu haben.
Generell: Vom Ambiente, Service, Publikum, (Bier)Preisen und der Möglichkeit, auch bei stärkster Sonne immer noch einen Schattenplatz zu bekommen, kann man den Biergarten uneingeschränkt empfehlen! (Das gilt - nebenbei bemerkt - auch für plötzlichen Regen - da kann man es unter den riesengroßen Sonnenschirmen gut aushalten!)
Was bei einem Biergarten entscheidend ist: Man bekommt obwohl es meist sehr voll ist nahezu immer den Platz, der mit dem aktuellen Wunsch korrespondiert, sei's Sonne, sei's Schatten. Das Kölsch (selbstverständlich: Sünner, 0,2l EURO 1,40,--) ist zumeist, d.h. in 9 von 10 Fällen sehr gut gezapft und schnell gebracht.
Das Wörtchen zumeist zeigt, wohin die Reise geht: Das Niveau, auf dem gearbeitet, serviert, gekocht wird ist gut, aber man könnte noch besser sein.
Sehr zu empfehlen ist beispielsweise die Currywurst Zweihundertfuffziger (250 gr.) und der gigantische Hamburger Giant Burger, der seinen Namen mehr als verdient. Selbst als Redundanz- und Vielesser muss man sich da entweder überaus anstrengen oder einfach Vernunft walten und etwas auf dem Teller liegen lassen. Obwohl die Zurückgehlass-Triage aufgrund der begleitenden Wedges recht schwer fällt. Auch das Brau-Pfännchen ist uneingeschränkt zu empfehlen. Das gilt ebenfalls für die Schnitzel die alle sehr gut sind, recht preisgünstig und von sehr guten Fritten begleitet, die nichts mit der vorfrittierten 08/15- Convenience-Ware zu tun haben, sondern nahezu belgisch anmuten: Aussen knusprig, innen weich 2 mal frittiert??
Nicht so gut ist das Naschkörbchen da hatten wir schon einige Mal das Gefühl, das die Garnelen, Hühnerbeine, flügel & Kartoffelwedges schon etwas länger warmgehalten wurden; selbst die Wedges dazu waren lau & lapperig stellt man die fertigen Naschkörbchen (mit allen Inhalten) etwa einfach unter einer Warmhaltequelle und hofft dann, das jemand sie bestellt?
Und, das muss man einschränkend auch sagen: Für Vegetarier ist es schwierig, etwas auf der Karte zu finden, da dass Angebot sehr fleischlastig ist Das letzte Mal, als wir jemanden dabeihatten, der kein Fleisch ißt, lief es für diesen Gast auf einen Halven Hahn und einen Beilagensalat hinaus.
Was die Preise angeht, so kann ich hier nur feynschliff zitieren und den 100-percent-agree-button drücken:
Das [Essen]ist zwar nicht gerade günstig, aber durchaus preiswert, weil lecker und großzügig portioniert.
Photo link: http://www.heiko-schomberg.de/qype/suenner_zechengarten_divers.jpg
Die älteren männlichen Bedienungen versuchen ab und an das launige Verhalten eines linksrheinischen Köbes zu imitieren, was häufig in die Hose geht; wenn man jedoch als Gast mal eine klare Ansage an den Pseudoköbes verteilt, ist alles wunderbar und Bier und Service laufen.
Meine Wertung: 4 Punkte
Nachtrag: In den hochgelobten Sünner-Keller haben wir es bisher noch nicht geschafft, dazu war das Wetter bei unseren Besuchen einfach immer zu gut, hier verweise ich auf die brilliante Bewertung (http://www.qype.com/place/649296-Suenner-Keller-Koeln) dieses neuen Veranstaltungs- und Gastortes in Kalk von Teilnehmer eickefrohwein (http://www.qype.com/people/eickefrohwein) . read more