Man mag Unterschiedliches von der Person des Besitzers der Radpsort Cyclefactory halten, den alle in der Szene mit seinem Vornamen Rashid kennt; selber ehemaliger Radrennprofi scheint er mit Rennrädern quasi aufgewachsen zu sein. Wo in anderen High-Tech-Läden tagelang herumgetüftelt wird, bei Rashid kommst Du mit Deinem Velo in den Laden, drei Handgriffe und plötzlich schnurren alle 20 Gänge Deiner Compact-Schaltung wieder Wohlgefühle. Mein erstes Fahrrad habe ich kurz nach der Eröffnung des Ladens in der Max-Brauer-Allee 36 gekauft: ein wunderschönes marinblaues Marin, ein schnelles Citybike, mit dem ich heute noch durch die Straßen flitze, ein Rad aus dem unteren Preissegment, d. h. ich kann es einfach nachts draußen vor der Tür lassen, einmal war das Kettenblatt verbogen, was Rashid schon sah, als ich mit dem Rad in der Ladentür stand, er griff einfach zur Zange und bog es gekonnt gerade. Das war vor vor 7 Jahren und das Kettenblatt tut noch heute seine Arbeit als wär es neu! Mein erstes Rennrad war ein Bianchi von 1985, um dessen Funktionalität sich das Team von Rashid dermaßen rührend und ideenreich gekümmert hat, dass ich nicht nur mein erstes Jedermann Rennen (Cyclassics) damit gemacht habe, sondern auch ein neues Rennrad (Hausmarke Axiom) vor fünf Jahren bei Cyclefactory gekauft habe: maßgeschneidert, angemessenes Preis-Leistungsverhältnis, in meiner Lieblingsfarbe, die Rashid extra für mich hat anrühren lassen. Die Lieferung des Rahmens aus Italien hat sich ein klein wenig verzögert, kurzerhand bekam ich für meine erste Alpenüberquerung ein fast nagelneues Ersatzrad gestellt (für umsonst!). Spaß am Rennradfahren, jedes Jahr mindestens eine mehrtägige Gebirgsfahrt, unkomplizierter, rascher Service auf hohem fachlichen Niveau und Rashids Cyclefactory gehören für mich irgendwie zusammen. Irgendwie ein Zusammenspiel aus Rennradleidenschaft und fachlicher Kompetenz. Aber auch ältere Damen und Herren, die mit ihrem alten Klappfahrrad kommen, das einen neuen Mantel braucht, werden so meine Beobachtung so bedient, als wollten sie eines der an der Wand hängenden High-Tech-Carbonrenner erstehen. read more