Seitdem ich von der
Eröffnung gehört und auf der Internetseite die viel versprechenden
Bilder gesehen habe, will ich das Pastis ausprobieren. Endlich
bot sich die Gelegenheit. Meine Freundin und ich hatten Lust auf einen
schönen Mädelsabend und so beschlossen wir dahin zu gehen. Als
erstes möchte ich gleich vorweg sagen, dass ich natürlich keine
Restaurantkritikerin oder professionelle Köchen bin. Dennoch liebe ich
gutes Essen und vor allem in Restaurants achte ich darauf, wie das Essen
angerichtet wurde und natürlich wie es schmeckt. Leider
wurden meine sehr hohen Erwartungen an dieses wunderschöne Restaurant
enttäuscht. Gerade das Essen, auf das ich mich sehr lange gefreut hatte,
war wirklich vergeigt worden. Doch bevor ich ins Detail gehen, möchte
ich dennoch anmerken, dass es für mich persönlich das schönste Resaurant
in Kiel ist. Das Ambiente ist herrlich die Möbelauswahl und die
Dekoration sind wahrhaftig traumhaft. Aber kommen wir
zum eigentlichen Grund meiner Unzufriedenheit dem Essen. Die Menükarte
ist nicht all zu groß, was sehr positiv ist. Man sieht sofort, dass die
Grillspezialitäten im Vordergund stehen. Dabei kommt nicht nur Fleisch
auf den Grill sondern auch Fisch. Irgendwie
hatte ich aber keine Lust auf Fisch oder Steak. Da bestellte ich einen
simplen Burger nach Hausart. Meine Freundin bestellte einen Ceasar-Salat
mit Hähnchen. Man muss sagen, dass wir ziemlich lange auf unser Essen
warten mussten. Wenn man bedenkt, dass es nur ein Burger und ein Salat
waren und das Restaurant auch nicht überfüllt war, kamen mir die 40 min
Wartezeit viel zu unangemessen vor. Selbst, wenn man alles frisch
macht.
Zu dem Burger wurden Pommes, Coleslaw und eine
Art leichte Knoblauch-Joghurt-Sauce gereicht. Die Pommes waren sehr gut -
schön knusprig, nicht zu fettig, wunderbar abgeschmeckt und hatten eine
schöne Länge. Der Knoblauchdip war nicht schlecht, keine Offenbarung,
aber durchaus erfrischend. Der Coleslaw ähnelte leider eher einer Suppe
als einem Salat. Sehr matschig und viel zu flüssig und man hatte das
Gefühl, dass der Kohl sich zwischen der Küche und dem Tisch in Luft
aufgelöst hatte. Außerdem war der komplet überwürzt. Es schmeckte nur
nach Senf und Majo. Der Kohl hätte größer geschnitten sein müssen, da
fehlte einwenig Zitrone für die nötige Frische, einwenig Süße um die
Ballance zu halten und den Senf hätte man ruhig weglassen können,
zumindest in der großen Menge. Ein wenig Tabasco hätte dem mehr Pepp
verleihen können. Der Burger war ordentlich
angerichtet. Die Zwiebeln waren schön dünn geschnitten, wie auch die
frischen Tomaten und die Gewürzgurken. Was mich wirklich sehr positiv
überrascht hatte, war die Tatsache, dass der verwendete Salat nicht
Eisbergsalat war sondern eine schöne Babyleaf-Mischung. Außerdem habe
ich keinen Ketchup herausschmecken können, sondern eine wirklich leckere
Tomatentapenade und eine leichte weiße Sauce (ich glaube, dass es der
Knoblauchdip war, der auch zu den Pommes gereicht worden ist). Aber
dann biss ich ins Fleisch und dachte, dass mir der Kiefer gleich
herausspringt. Die Frikadelle war absolut zäh wie eine Schuhsohle. Es
hat wirklich zwischen den Zähnen gequietscht. Das Brötchen war
staubtrocken und ähnelte eher den Babykeksen, die sich schnell im Mund
auflösen, die ich meiner kleinen Tochter gebe. Ich glaube nicht, dass es
selbstgebackene Brötchen waren und auch nicht die besten aus dem
Supermarkt. Das ist doch wirklich sehr schade. Warum
kann man nicht schöne fluffige Burgerbrötchen backen. Das ist nicht
kompliziert, man kann einen Vorrat machen und diesen einfrieren und es
würde so viel besser schmecken. Aber das schlimmste kam
ungefähr nach meinem vierten Biss. Da merkte ich auf einmal, wie
scheußlich das gerade verspeiste Stückchen schmeckte es war komplett
verbannt, tiefschwarz und hart wie Stein. Ich hätte natrülich auch neu
bestellen können, aber nun war ich nicht allein und noch 40 min länger
zu warten? Darauf hatte ich keine Lust und auch keine Zeit. Ich
kann verstehen, dass der Koch auch einen schlechten Tag haben kann, wie
wir alle. Da brennt schon einmal etwas an. ABER dann schmeißt man es
weg und legt es nicht den Leuten auf den Burger und hofft, dass es
keiner merken wird. Abgesehen davon sollte jeder guter Koch wissen, wie
gefährlich das ist, einem Menschen so viel Acrylamid zuzumuten. Das ist
wirklich eine große Schande. Ich habe mich schon lange nicht mehr so
veräppelt gefühlt. Ich konnte ntaürlich nicht alles aufessen und habe
ein Stück abgeschnitten, um es nachher auch der Bedienung zu
demonstrieren. Die Bedienung im Restaurant ist
freundlich, aber man fühlt sich trotzdem irgendwie nicht willkommen. Es
fehlte an Herzlichkeit, Wärme und an Charme. Man hat sich manchmal wie
Luft gefühlt. Meine Beschwerde wurde aber freundlich entgegengenommen
und mir wurde gesagt, dass es sofort weiter an die Küche geleitet wird.
Ferner wurde mir ein Espresso angeboten, was ich read more