Da ich suhisüchtig bin, stehen die kleinen Dinger einmal wöchentlich auf meinem Speiseplan. Bin regelmäßig in Düsseldorf (der Stadt mit der größten japanischen Gemeinde Deutschlands) und glaube etwas von Sushi zu verstehen.
Die Sushi Restaurants in Leipzig habe ich alle schon mal ausprobiert. Insbesondere jene unter vietnamesicher Führung finde ich auch nur mittelklasse. Dem Leipziger fehlt möglicherweise der Vergleich zu wirklich guten Suhi-Bars, ansonsten ist für mich ein absolutes Rätsel, wie sich ein Laden auf dem Niveau des Mr. Moto so lange halten kann. Mr. Moto hatte mal vor ein paar Jahren einen deutschen Koch hinter der Bar, damals waren die Sushi echt klasse.
So nun zu den Fakten:
Am Freitagabend, 19.06.2013 dort gewesen und alle Sushisorten probiert. Hergestellt werden die Dinger bei Mr. Moto von chinesischen Landsleuten, das geht bei uns im Ruhrgebiet auch regelmäßig in die Hose aber Hauptsache Asiate ;-)
Das Schlimmste: Der Reis. Zerkocht zu einer homogenen Masse ohne Biss, einzelnes Reiskorn kaum mehr erkennbar. Dazu war selbiger auch noch schlecht gewürzt (wie in manchen Bars in Leipzig üblich). Die Makis wurden zuvor auf Halde produziert und der Reis wohl vor dem Wickeln nicht trockengefächelt, also viel zu feucht fürchterlich. Hatte zunächst die Hoffnung es sei vielleicht nur eine missglückte Charge Reis, aber die produzieren ewig den gleichen Mist.
Der Fisch machte einen frischen Eindruck, war aber auf den Nigiris viel zu dünn geschnitten, sodass man durch ihn Zeitung hätte lesen können. Auch bei den Makis zu wenig Fisch, man muss halt sparen daher wohl auch chinesische Arbeitskräfte!
Die Krönung ist, dass man bei Mr. Moto Sushikurse buchen kann. Lieber Mr.Moto-Chef: Buche besser selbst mal einen für Deine Angestellten, oder stelle mal echte Japaner ein, die können es nämlich in der Regel.
Einzig der Salat und das Bier haben mir wirklich gut geschmecht. Das Ambiente finde ich gut, der Laden hätte Potential aber wenn die Basics schon nicht funktionieren . read more