Ich kann die negative Rezension von Stephan leider nur bestätigen. Ich schreibe normalerweise nie Bewertungen, aber wie mir und meiner Frau dort seitens des Chefs begegnet wurde, ist schlicht eine Unverschämtheit:
Unser erster Besuch verlief zufriedenstellend; wir wurden zuvorkommend und freundlich von der spanischsprechenden (auf Mallorca wohl eher ungewöhnlich, aber begrüßenswert;-)) Kellnerin bedient.
Die Preise für die allenfalls durchschnittlichen Pizzen sind allerdings zu ambitioniert (nahezu alle Pizzen kosten ca. 11,50 EUR); hier wird schamlos die mehr als dürftige gastronomische Infrastruktur in Cala Santanyi ausgenutzt.
Die Rechnung bringt der Wirt persönlich (bei uns stellte er sie mit einem gegrummelten Guten Abend auf den Tisch).
Aber gut, angesichts der Kantinenatmosphäre und der wirklich sehr einfachen Küche (Tenor: Ist das Fisch oder Hühnchen?) im Pinos Playa und den spektakulären Preisen in den drei anderen Gastroetablissements (22 EUR für das Büffet im Hotel Cala Santanyi, 6,20 EUR allein für eine gefängniskantinengleiche wässrige braune Brühe, genannt Gemüsesuppe, im Restaurant des gleichen Betriebes) planten wir eigentlich, uns unser Mittag- und/oder Abendessen die komplette zweite Woche im La Terraza einzuverleiben.
Zwischenzeitlich besorgte meine Frau für uns (ich lag erkältungsbedingt im Bett) dort etwas zum Abholen.
Unser zweiter Besuch war jedoch zum Abgewöhnen:
Wir waren an einem Samstagnachmittag dort, auf dem Bildschirm im Gastraum lief die Bundesliga-Samstagskonferenz. Nachdem wir uns gesetzt und unsere Bestellung aufgegeben hatten, verfolgte ich als großer Bayernanhänger die Spiele in der Konferenz, die anderen zwei besetzten Tische sowie der Wirt Robert interessierten sich ohnehin nicht für den Fußball, wir warteten trotzdem bis zur Halbzeit, als wir die einzig verbliebenen (!) Gäste waren, um freundlich zu fragen, ob es vielleicht möglich sei, auf die Einzelspieloption umzuschalten. Als Antwort kam nur ein pampiges Nein, ist nicht möglich.
Wir wunderten uns gehörig über die unfreundliche Antwort auf eine legitime Frage, kalkulierten aber ein, dass der Wirt selbst gern ein anderes Spiel verfolgen möchte. Auch in der zweiten Halbzeit zeigte er jedoch trotz mangelnder Beschäftigung nicht das geringste Interesse für das Geschehen auf dem Bildschirm, seine Ablehnung eines leicht zu erfüllenden Gastwunsches ist uns also bis heute schleierhaft (Vielleicht liest Robert ja hier mit, dann kann er uns vielleicht erleuchten).
Auch schon vorher, bei unserer Bestellung, gab es ein unangenehmes Vorkommnis: Meine Frau wollte Alioli bestellen, wusste aber nicht, ob Brot bereits inkludiert ist. Die spanischsprechende nette Kellnerin konnte das leider nicht verständlich kommunizieren. Ein offensichtlicher Stammgast kam jedoch zuvorkommenderweise an unseren Tisch, und antwortete auf die explizite Frage meiner Frau, ob Brot dabei sei: Ja, da ist Brot dabei.
Ok, also bestellt. Das Aioli kam dann doch ohne Brot, und wir fragten bei der Kellnerin nach, ob das so stimme, weil uns gesagt wurde, dass Brot dabei sei. Wohl ein einfaches Missverständnis aufgrund der falschen Information durch den anderen Gast. Der Wirt hinter der Theke glotzte uns einfach an, und wir versuchten, die Situation durch ein paar freundliche Worte (Bla bla Gast hat uns das so gesagt, bla haben extra nachgefragt, ist ja kein Problem usw.) aufzulockern. Statt darauf irgendwie ansatzweise freundlich oder jovial einzugehen musterte Robert uns jedoch immer noch, als würden wir aus einer fernen Galaxie kommen, und patzte, wir hätten dann halt Brot mitbestellen müssen.
Ab da fühlten wir uns wirklich sehr unwohl, weil unserer Höflichkeit allein mit brüskierender Patzigkeit begegnet wurde. Dann kam die Aktion auf unsere Nachfrage in der Halbzeit (s.o.). Wir beschlossen trotzdem, das Spiel noch zu Ende anzuschauen und hofften, dass der Wirt sein eisiges Verhalten vielleicht im Laufe der Zeit ablegen würde. Aber auch bei zwei nachfolgenden Getränkebestellungen, die wir auf fast schon beschwichtigende Art und Weise tätigten, blieb er seiner Linie treu.
Der Hammer kam dann aber bei der Bezahlung, oder besser gesagt, der Nichtbezahlung:
Nachdem wir bei der Bedienung die Rechnung bestellt hatten, gab diese das an Robert weiter, da er wohl die alleinige Kompetenz dafür innehat. Statt diese fertigzumachen und uns auszuhändigen, war er viel zu beschäftigt damit, sich prächtig mit einem mittlerweile eingetroffenen Tisch von offensichtlichen Stammgästen zu unterhalten, ein bisschen vor sich hin zu spülen usw. Nach 5 Minuten richteten wir fragende Blicke an die Bedienung, die nur hilflos mit den Schultern zuckte.
Schließlich bewegte er sich in unsere Richtung, doch nur um auf die Terrasse zu treten und offensichtlich in seinen Augen gewinnbringenderen Kunden als uns ausführlichst die Hände zu schütteln. Dort verweilte Robert auch die kommenden fünf Minuten, um ein paar lukrative (zukünftige?) Stammgäste einzulullen. In diesen Momenten kann er read more