Heute war ich erstmals in der Bodega, zusammen mit 7 weiteren Damen unserer Tennis-Mannschaft. Leider muss ich sagen, dass ich dort keinesfalls mehr hingehen werde und das Lokal auch nicht weiterempfehlen kann.
Die Wartezeit auf Karten und Getränke war in Ordnung. Allerdings gaben die leicht fettigen Karten bereits einen Vorgeschmack auf das Essen, wie mir nun im Nachhinein auffällt.
Vorweg haben wir Aioli mit Weißbrot aufs Haus bekommen, was grundsätzlich erfreulich ist. Doch hat man es mit dem Knoblauch im Aioli eindeutig zu gut gemeint und das Brot war bereits ziemlich trocken.
Als Tapas hatte ich Pimientos, Boquerones en vinagre und Manchego-Käse. Der Käse war in Ordnung, 4 Scheiben auf einem Tellerchen mit 4 Oliven dabei. Katastrophal schmeckten hingegen die Boquerones. Diese waren lätschig und vor allem viel zu ölig. Einen Eigengeschmack konnte ich jedenfalls kaum noch erkennen. Die Boquerones konnte man essen, wobei ich jedoch zunächst Berge an Knoblauch herunterkratzen musste.
In unserer Runde wurden außerdem Gambas gegessen, die ebenfalls extrem ölig waren und regelrecht aus den Fingern glitten. Auch die Patatas machten auf mich einen fettdurchtränkten, nicht besonders appetitlich aussehenden Eindruck. Einzig der Tomatensalat sowie der gemischte Salat sahen frischer aus.
Mir war nach dem Essen wirklich übel und das lag definitiv an der vollkommen übertriebenen Anwendung von Öl und Knoblauch. Meiner Meinung nach muss ein gutes Essen bestimmt nicht über die Maßen aufgemotzt sein, aber eine gewisse Frische sowie Eigengeschmack der Zutaten sollte doch vorhanden sein.
Als einige Damen einen Nachtisch bestellen wollten, erhielten sie die Auskunft, dass es noch genau 1x Flan und 2x Crema catalana gebe.
Vollkommen daneben war dann aber noch das Verhalten der Bedienung. Davon abgesehen, dass sie von selbst nie an den Tisch kam und nachfragte, ob wir noch etwas bräuchten, sondern man ihr hinterherrufen musste und dann nur ein Gleich! zugeraunt bekam, war sie ziemlich unfreundlich. Weder hat sie gefragt, ob es geschmeckt hat, noch hat sie sich für Trinkgeld bedankt. Letzteres halte ich für unmöglich. Falsch herausgegeben hat sie obendrein. Völlig grundlos verteilte sie dann noch schnippische Blicke. Wirklich willkommen hat man sich dabei in der Tat nicht gefühlt.
Von befreundeten Spaniern wurde mir das Lokal übrigens ebenfalls nicht empfohlen. Ich bin nur hingegangen, weil das Mannschaftstreffen dort angesetzt wurde. read more