Im Bollwerk, einem Bankdienstleistungszentrum des Architekten Günter Behnisch aus 1989 - 1997, zusammen mit Frei Otto Schöpfer des Daches des Münchner Olympiastadions, findet sich vor dem Kultkino Atelier und hinter hoher, angestellter Glasfassade das Bar Ristorante Fellini, ein szenisches Lokal zwischen Liederhalle und Stadtmitte.
Engagiert eingedeckte Tische und stilvoller Blumenschmuck laden ein, der aufmerksame Service erfreut den Gast, der luftig wirkender Speiseraum sorgt für gelöste Atmosphäre, einzig die etwas schallharte Akustik stört ein ganz klein wenig.
Samstag abends, und reserviert, was nötig war, genossen wir zu Beginn ein Glas Prosecco aus Provinz Ca' del Roro aus Tivoli, Region Süditalien, auf der Terrasse, um dann ein viergängiges Menü an der Fensterfront des Speiseraums einzunehmen.
Als Vorspeise hatten wir Tris di primi piatti, bestehend aus einem Insalata caprese mit wunderbaren Tomaten mit schmelzendweichem Mozzarella, hauchdünnem, göttlichem Rindercarpaccio mit Parmesanspänen und einem Insalata di Frutti di Mare, nur letzterer enttäuschte, alles andere war prima.
Wir tranken Weißwein aus Sizilien, ein Angimbe von Cusumano, fruchtig, viel Körper, toll, die Flasche für 25 Euro, der seinen Preis mehr als wert war, und später, vom gleichen Hersteller, den Roten, glasweise, eine Bombe, 2 dl. 6,50 Euro, und natürlich das leckere San Pellegrino.
Der Zwischengang bestand aus einem Duo von Ravioli mit Spinatricottafüllung und Penne al Arrabiata, auf eigenen Wunsch verschärft mit dem wunderbaren Olio Santo.
Auf den Punkt gegrillte Rumpsteaktranchen mit Kirschtomaten waren der Hauptgang, die einzige Kritik: die Portionen waren viel zu groß.
Und als Dessert gab's superleckeres Panna cotta mit Früchten mit Espresso.
Das Fellini hat sich in den letzten Jahren wieder gemacht, es ist ein Tipp zum Ausgehen, tolles Essen, stimmiger Preis, guter Service. read more