Nach einem sehr leckererem Brunch im Schanzenviertel und einem wirklich tollem Shopping-Tag in Hamburg dachten wir uns mal wieder mit unseren Freunden im Casa del Sabor zu speisen. Wir kommen nicht aus Hamburg, waren die letzten Jahre aber immer mal wieder im Casa del Sabor und bisher sehr zufrieden. Was uns aber an diesem Abend erwartete, spottet wirklich jeder Beschreibung: Unser Abend im Casa del Sabor begann damit, dass wir schon bei unserer Ankunft recht unmissverständlich gebeten wurden, noch etwas zu warten draußen.
Als wir meinten, dass wir doch reserviert hätten und sogar einige Minuten später gekommen seien, wurde uns nur ein überaus unfreundliches Sie sehen ja es ist alles voll und hier drin ist kein Platz zum Rumstehen entgegnet. Nun gut, etwas geschockt vom Tonfall warteten wir also bei 3 Grad und Nieselregen ~15 Minuten draußen.
Die gleiche junge Bedienung, die uns auch schon so freundlichst hat nach draußen verwiesen, winkte uns auch wieder herein und wies uns unseren Tisch zu. Sie brachte uns die Karten und nahm schließlich unsere Bestellung auf. Davon abgesehen, dass wir selbst zweimal nach etwas Brot fragen mussten, dreimal um weitere Wassergläser gebeten haben und zwei von uns ihren Wein erst nach einer halben Stunde und dann weiss statt rot bekamen, freuten wir uns dennoch auf ein köstliches Essen. Das kam dann auch und es war wie gewohnt sehr gut.
Normal würde ich an dieser Stelle jetzt das Kaninchen mit Muscheln besonders empfehlen weil es wirklich besonders lecker war aufgrund des weiteren Verlaufs des Abends tue ich dies aber nicht.
Der gleiche Kellner, der für seine Kollegin für das vergessene Brot, die vergessenen Wassergläser sowie auch für den falschen Wein eigesprungen ist und sich seitdem auch sonst sehr gut um uns kümmerte, räumte schlussendlich auch unseren Tisch ab. Da eine Freundin noch am Essen der restlichen Pommes war fragte er höflich, ob er den Teller mitnehmen dürfte. Wir baten ihn diesen doch noch etwas stehen zu lassen. Einige Minuten später kam die junge Bedienung wieder an unseren Tisch, hatte anscheinend aber nicht mitbekommen was in ihrem Restaurant so passiert und nahm unserer Freundin prompt den Teller mit dem restlichen Pommes weg, worauf diese ihr sagte, dass sie diese gerne noch essen würde. Die Antwort kam postwendend und in kennen gelernter Art und Weise: Das kann ich ja nicht wissen, wenn Sie da so sitzen. Den Hinweis meinerseits, dass man normalerweise ja nachfragt brachte das Mädchen dann aber komplett aus der Fassung. Wir hätten ihr nicht ihren Job zu erklären, sie hätte hier das Hausrecht und wenn uns dies nicht passt, wir ja gehen könnten. Mit diesen Worten drehte sie sich aufbrausend um und verschwand im hinteren Teil des Restaurants.
Wir waren perplex.
Um so froher waren wir, als kurz darauf der Inhaber des Restaurants zu unserem Tisch kam. Wir waren alle fest in dem Glauben, dass dieser Mann im reifen und erfahrenem Alter sich bei uns entschuldigen würde oder zumindest erkundigen, was denn überhaupt vorgefallen wäre. Unsere neu geschöpfte Hoffnung verschwand aber relativ schnell.
Mit dem ersten Satz teilte er uns mit, dass wir seine Nichte nicht zu beleidigen hätten. Mit dem zweiten Satz teile er uns mit, dass sie hier einen Namen hätten und genug Gäste hätten. Mit dem dritten Satz verwies uns des Restaurants.
Es sei erwähnt, dass wir natürlich versucht haben die Situation zu klären und das wir natürlich niemanden beleidigt, abfällig behandelt o.ä. haben. Leider erst im Nachhinein haben wir uns die aktuelleren Bewertungen bei Qype, Yelp und Google einmal genauer angeschaut. read more