Diesen Platz können Sie getrost auslassen.
Oft ist der Alexanderplatz mit Fress- und Saufbuden zugebaut. Billigmodeketten und Ramschläden tun ihr übriges. Ein Blick in die Ecken lässt vermuten, dass die Stadtreinigung hier einen großen Bogen macht; Im Brunnen der Völkerfreundschaft schwimmen Fastfood-Verpackungen.
Die Architektur ist geprägt von gesichtslosen Neubauten in deren Sockel sich Schnellrestaurants befinden und heruntergekommenen Plattenbauten aus der DDR. Selbst die Weltzeituhr ist eigentlich wenig sehenswert, oft mit Stickern verschandelt oder eingeritzten Botschaften "I was here! 2014!!!"
In der Nacht ist der Platz wie ausgestorben, die meisten Berliner nutzen ihn nur als unvermeidlichen Umsteigebahnhof. Gastronomie suchen Sie hier vergeblich.
Zur Platzerscheinung gehören noch immer die Wurstverkäufer, die den Grill wie einen Bauchladen tragen; meiden Sie diese unbedingt- abgesehen davon, dass die Herren unter dem angestrebten Mindestlohn bezahlt werden und pro Wurst eine Provision im Centbereich kriegen, dürfen Sie genau das erwarten, was sie für 1,30 bezahlen- Essen minderer Qualität. Leider bietet der Alex hier auch nicht viele Alternativen, außer billige Fressbuden.
Man stelle sich solche Zustände mit dem Saufbudenzauber auf der Place De La Concorde, dem Trafalgar Square oder dem Stephansplatz vor. Eine Schande für die Hauptstadt, die sich so Besuchern aus aller Welt präsentiert. Nein. das ist UNvorstellbar.
Staatlich geduldeter Verfall eines öffentlichen Raumes. Sparen Sie sich den Besuch, gerade wenn Sie als Tourist hier sind- es gibt wirklich schöne Orte in Berlin, die es anzusehen lohnt! read more