Willi Decker und das Extension Fiasko Ich habe blonde mittellange Haare und es war geplant 150 Strähnen in meine Haare zu setzen. Damals wusste ich noch nicht, dass der Preis von 1365.- Euro für 150 Great Lengths Extensions viel zu hoch ist und dass man eine deutlich bessere Leistung in ebenso guter Lage bei einem anderen Friseur um die Ecke für die selben Extensions für weniger als 1000.- Euro bekommt. Aber das war nicht das Einzige, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen konnte.
Bereits zu Beginn stellte sich heraus, dass die Haarfarbe der bestellten Extensions viel gelber war, als meine eigenen Haare. Trotzdem beschloss die Friseurin bei Willi Decker, das könne man machen. Gesagt, getan. Aus den veranschlagten 6 Stunden, wurden dann 10(!) Stunden, aber auch nur für 130 statt 150 Extensions, die weiteren 20 hat sie schon zeitlich nicht mehr geschafft, dafür blieb aber der Preis von 1365.- Euro für nun nur 130 Extensions der Selbe! Leider sah man den Farbunterschied je deutlicher, desto mehr Extensions in meine Haaren fest saßen. Im Ergebnis sah ich aus, als hätte ich mir billige Extensions aus dem Drogeriemarkt in meine Haare geklipst, die eben unter meinem natürlichen Haaren stumpf mindestens 20 cm herausschauten. Doch die hätte man wenigstens nach dem erfolglosen Versuch einfach wieder rausziehen können.
Um den zusätzlichen nun deutlich sichtbaren Farbunterscheid zwischen meinem und dem hinzu gekommenem Haar zu beheben, tauchte die Dame meine gesamten Haare am Abend um 20:00 Uhr in ein Goldbad, sodass ich nun nicht nur in den Haarspitzen aussah, wie ein Kanarienvogel, sondern am ganzen Kopf.
Und schließlich beschloss die Friseurin offensichtlich aus Zeitgründen, dass die Haare, die wie ein dicker Kranz unten aus meinen natürlichen Haaren herausstanden nicht mehr zu schneiden, Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt ein knappes Jahr lang verheimlichen können dass ich Extensions trage, damit war es nun entgültig vorbei. Zudem mutierten die verunglückten Extensions zum Hauptgesprächsthema in meiner Umgebung. Ich wurde nicht mehr gefragt was der Job oder die Kinder machen, sondern, wer das auf meinem Kopf verbrochen hätte.Ich hatte geschäftliche Termine und konnte erst nach einer Woche später wieder bei Willi Decker auflaufen. Das Goldblond hatte ich zuvor mit täglichem Waschen mit Schuppenschampoo ( einer der unzähligen Tipps die ich nun täglich bekam) schon herausgewaschen, sodass ich nur noch im unteren Drittel meines Kopfes, bei den neuen Extensions für 1365.- Euro, das Goldblond ganz deutlich zu sehen war.Meine neue Fangemeinde mit den guten Tipps, überredeten mich, es noch ein letztes Mal zu versuchen.
Ich war verzweifelt und machte mir schließlich wie angeraten einen neuen Termin .Diese Mal beim Chef persönlich. Alles in der Hoffnung, dass nun doch noch alles gut würde.
Aber, Herr Decker lehnte es ab, trotz Termin mit mir, Hand an meine verpfuschten 1365.- teuren Haare zulegen. Als ich voller Hoffnung pünktlich zu meinem Termin im Salon erschien, eröffnet Herr Decker mir zu meiner großen Enttäuschung, dass die Dame die Extensions rein gemacht habe, diese auch schneiden solle, damit die Frisur in einer Hand bliebe. Aber er würde mich zu einer Frisur einladen (Schneiden selbstverständlich nicht inbegriffen).
Ich war fassungslos. Jeder der das gelesen hat, kann sich denken, was dann geschah. Nach waschen und kaum schneiden bin ich aus dem Salon herausgegangen wie ich hinein gekommen war. Danach hatte ich endlich begriffen, dass man sich bei Willi Decker keine Extensions machen lassen sollte. Die restlichen 20 Strähnen, für die ich ja sogar das Einfügen bezahlt hatte, habe ich mir dann später herausgeholt ohne einen Cent wiederzubekommen. Jetzt ,5 Monate später, beim Herausnehmen bei einem tatsächlichen Profifriseur, der seit 5 Monaten den Deckerpfusch in eine schöne Frisur verwandeln konnte, konnte man sehen, dass die Strähnen von Frisör Decker so sehr mit dem Haar verbunden waren, dass sie mit handelsüblichen Mitteln nicht ohne das Haar zu beschädigen herausnehmbar waren. read more