Am heutigen Abend waren wir mit Freunden in Speckers Landhaus verabredet. Für uns alle war es das erste mal dort. Wir waren zu fünft und man hatte zwei runde Tische aneinander gestellt. Wir fragten den Eigentümer höflich, ob wir vielleicht zu fünft an einem der runden Tische sitzen könnten um uns besser unterhalten zu können. Er entgegnete, das würde mit Tellern und Getränken sehr eng, aber letztlich läge diese Entscheidung bei uns. Nachdem uns die Unterhaltung über die Tische hinweg schwer fiel, entschlossen wir uns doch zu fünft an einem Tisch zu sitzen, was problemlos funktionierte. Umso erstaunter waren wir, als der Eigentümer mit säuerlicher Miene erschien und uns sehr barsch zu verstehen gab, dass dies nun gar nicht in seinem Sinne sei. Schließlich sei der Nachbartisch doch auch in der Lage sich zu unterhalten und außerdem verstehe man sich doch als Restaurant. Zwischen den Zeilen wollte er uns wohl zu verstehen geben, dass ein solches Verhalten (unerlaubtes Zusammenrücken) in einem solch illustren Haus gänzlich unerwünscht sei. Wir versuchten uns nichts anmerken zu lassen und bestellten Getränke. Eine der Damen machte dabei den großen Fehler einen Prosecco zu bestellen. Soetwas gibt es bei uns nicht entgegnete der Eigentümer und verwies auf Champagner. Unsere Rückfrage ergab aber dennoch, dass man einen Winzersekt im Angebot habe. Die Servicefreundlichkeit war zu diesem Zeitpunkt aber unter den Gefrierpunkt abgesackt und wir besprachen untereinander, ob wir nicht lieber gehen sollten. Dann kam der Gastgeber erneut um die Bestecke der umgesetzten Gäste vom abgerückten Tisch herüber zu holen und fügte hinzu, beim nächsten Mal sollten wir lieber gleich in die Hafenkneipe gehen. Wir baten daraufhin, höflich, um die Rechnung für die Getränke, zahlten 40 Euro für 2 Sekt, 2 Bier und ein Wasser und erhoben uns. Auf dem Weg nach draußen ging der Wirt dann noch eine der Damen an und posaunte lautstark sehen Sie mal was Sie gemacht haben. Sie haben 5 Gedecke zerstört. Die anderen Gäste starrten betreten eine wirklich skurrile Situation. Wir sind dann einige Meter weiter in der Villa Haacke untergekommen und haben dort bei gutem Essen und freundlichem Service einen sehr netten Abend verlebt.
Das Fazit ist ganz klar: Nie wieder. Wir haben ein solches Verhalten wirklich noch nie erlebt, haben in kleinster Weise Anlass zu derartigem Benehmen gegeben und waren zu jeder Zeit überaus höflich. Das Etablissememt verströmt den spießigen Flair einer deutschen Kleinstadt der 80er Jahre und offensichtlich ist der Eigentümer auch in der Servicementalität dieser Zeit zuhause. Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Restaurant komplett leer war und lediglich 3 oder 4 Tischen draußen besetzt waren
Somit unser Appell: Bitte nicht probieren. Lieber gleich ins Juliette, Massimo oder Villa Haacke. read more