Habe mithilfe von Pieper meinen SBF Binnen gemacht, nachdem ich zuvor immer auf Elbe, Ostsee und Mittelmeer unterwegs war, wo der SBF See ausreicht. Sehr entspannt, einfach tagsüber anzurufen und für den Feierabend eine VB-Jolle oder einen Centaur zu mieten (Segelschein nicht vergessen! :)) und eine Stunde Hamburg vom Wasser aus zu genießen (plus die Sonne, wenn sie denn mal scheint).
Die Ausbildung bei Pieper empfand ich als sehr angenehm. Die Theorie war für mich größtenteils Wiederholung und deshalb einfach, aber dennoch wie mir andere Teilnehmer gesagt haben, gut zu folgen (danke an Momme!). Ein bisschen Eigenarbeit steckt natürlich auch drin, wenn man die Theorieprüfung bestehen will, aber das ist beim KFZ-Führerschein nicht anders. Die Praxis fiel mir glücklicherweise auch leicht, nachdem ich mich an die Schwertjollen gewöhnt hatte (schon komisch, wenn man keinen Ballastkiel hat und bei 5bft gerefft ordentlich auf die Stabilität kucken muss, aber das lernt man bei Pieper gut, wie weit man gehen kann und ab wann man den VS auf die Kante schicken muss). Super war, dass die Segellehrer sofort sehen, wie weit jemand ist (man hätte mich theoretisch ja auch als Anfänger behandeln können in meiner ersten Trainerstunde, war aber nicht der Fall).
Segelstunden: Ich weiß nicht, wie es früher war, ich hatte 3 Doppelstunden mit Trainer (davor eine Schnupperstunde zum Ermitteln des Status quo), 2x Gruppensegeln (Doppelstunde mit Trainer am Steg) und ich glaube 14 Marken für je 1 Std. frei segeln, von denen ich einige über behalten habe, die ich jetzt so nach und nach absegeln kann. Für mich hat es locker ausgereicht, aber evtl. ist es für ganz frische Freunde des Segelsports zu wenig.
Die Prüfung der Theorie war für mich beim DSV in Steilshoop (vor Saisonbeginn) und traumwandlerisch einfach, weil gut vorbereitet durch Pieper und einen Online-Trainer sowie das gute alte Lehrbuch.
Die Praxisprüfung bei Pieper war auch super, selbst bei böigen 5bft, zumal es üblich ist, dass Pieper in der Woche von der Prüfung eine Vorprüfung veranstaltet, wo man alles einmal unter Prüfungsbedingungen machen kann (ablegen, kreuzen, Halse, BÜB-Manöver, anlegen; Knoten). Ein Segellehrer beaufsichtigt das und gibt letzte Tipps. Das fand ich hilfreich und nahm das Lampenfieber bei der echten Prüfung.
Zu guter Letzt: Die Boote sind immer gut in Schuss, das Personal ist mir gegenüber bisher immer sehr freundlich gewesen und ich habe bisher immer ein Boot bekommen, wenn ich eins leihen wollte. Sympathisch ist auch, dass man was zu trinken kaufen und sich abends nach getaner Arbeit auch einfach nur gemütlich auf den Steg setzen kann (manchmal gibt es auch Barbecue, siehe Aushang am Tresen).
Fazit: Ich kann die Ausbildung bei Pieper empfehlen, ebenso die unkomplizierte Bootsmiete. Ich bin immer wieder gern bei Pieper und freue mich schon wieder darauf, wenn es das nächste Mal heißt: Leinen los und Kurs auf Tonne 4! read more