Den Schnitzel-König so wie man ihn kennt gibt es hier nicht mehr!!!
Was mit der neuen Bewirtschaftung hier entstanden ist, ist eine Katastrophe.
Als erstes fällt einem die neue bzw fehlende Atmosphäre auf.
Der Charme ist mit dem Umbau komplett verschwunden. Mancher mochte die Eirichtung oder die Deko altmodisch finden.
Auf jeden Fall war sie originell und die Gaststätte war, wenn die Deko auch einen eingestaubten Eindruck machte, (was die Sache mitunter so mit sich bringt) SAUBER.
Nun ist die Gaststätte fort. Stattdessen sitzt man, zwar endlich gutgepolstert, aber nichtsdestotrotz nur noch in einer Kneipe - und zwar in einer schlimmen.
1. Für die Atmosphäre muss jetzt ein Bildschirm mit Kaminfeuer herhalten.
Der ganze alte "Krempel" wie Kochtöpfe, Bügeleisen, Backformen etc aus Omas Zeiten wurde rausgeschmissen.
In der Toilette gab es eine Ecke mit Damenartikel, Deo und ähnlichem. Alles weg. Und ich glaube, der Wickeltisch wurde auch rausgeschmissen.
Früher gab es einen Ständer mit Regenschirmen, die der Gast sich ausleihen konnte. Weg.
Wo ist der kleine Tisch mit Kinderspielzeug, über den so manches Elternteil mit unruhigen, kleinen Rackern glücklich war?
Traurige Überreste findet man hinter Brettern??? im Gastraum.
Warum wird man zu Weihnachten mit einem X-beliebigen Radiosender "beschallt"?
Ob man immer mit dem Musikgeschmack der vorigen Bedienung einverstanden war, ist eine Sache. Auf jeden Fall gab sie sich Mühe, mittels CDs eine ansprechende und angemessene Atmosphäre zu schaffen.
Jetzt wird man mit plärrender Musik aus dem Radio gequält.
Und falls das ja eventuell noch nicht ausreicht, hat man der Atmosphäre mit einem Großbildschirm a la Dönerbude den Rest gegeben.
2. Was macht einen guten Kellner aus?
Er ist zuvorkommend, rücksichtsvoll, diskret, höflich, geschickt, zurückhaltend.
Im Idealfall kann man das Erscheinungsbild eines guten Kellners in einer Gaststätte, die etwas auf sich hält, mit einem Buttler mit guten Umgangsformen verwechseln.
Für den Fall, dass Sie auch nur Ansatzweise auf so etwas wert legen, gehen Sie bitte nicht mehr hier her.
Hier bekommen Sie genau das Gegenteil!
Der Umgangston ist laut, grob und man fragt sich zwangsweise, wo haben die, oder besser gesagt, haben die überhaupt das, was sie hier gerade tun, gelernt?
Alle möglichen Gespräche der Belegschaft finden im Gastraum statt, und zwar laut und gewaltig, so dass sie bis hin zu Handygesprächen auch noch im letzten Winkel zu verstehen sind.
Ich war am Ende froh, dass mir der Kellner nicht jovial auf die Schulter geklopfte, gekrönt von der Bemerkung: "Wir haben ja gar nicht aufgegessen".
3. Wie war denn aber nun das Essen?
Bei der vorigen Bewirtschaftung war die Vorbestellung eines Essens wie z.B. Gänse- oder Entenkeule nie notwendig.
Jetzt schon! Und dann muss man sich hier auch daran halten. Eine Umbestellung des Essens, wenn alle dann am Tisch sitzen, wird nur sehr widerwillig hingenommen.
Ich erwarte an dieser Stelle mehr Flexibilität. Ein Bekannter fällt aus und ein anderer kommt mit zum Essen. Muss dieser nun die für den anderen bestellte Entenkeule essen?
Ein spontanes Nein.
Das Essen wurde nach Ablauf einer dreiviertel Stunde serviert. Fast schon lustig war, dass 30 Minuten vorher mit der Bemerkung "hier ist die Ente" zwei kleine Teller Salat vor uns abgestellt wurden. Man ist ja durch Bastian Sick schon entsprechend vorgewarnt worden.
Bis dato hatten wir dem Essen noch eine Chance gegeben. Immerhin hatte es 45 Minuten Zeit, gekocht zu werden!
Es gibt in Deutschland Touristen, die fotografieren einen Teller Eisbein. Das ist für sie exotisch. Essen tun sie es nicht. Hier fotografierten manche Gäste auch ihr Essen.
Das hätten wir auch tun sollen. Und dann gehen!
Die Entenkeule: Die Knödel waren innen gefroren!!!! der Rotkohl war völlig zerkocht und der Grünkohl schmeckte nach Wagenschmiere.
Das Schnitzel mit Zwiebeln: Das Fleisch war von billigster Qualität - wässrig und schwammig.
Warum sind wir jetzt nicht einfach gegangen werden so einige Fragen. Als Frau legt man sich mit niemanden an, der seine Ausbildung zum Kellner scheinbar in einer Muckibude absolviert hat.
Falls es noch eines Tüpfelchens auf dem I bedarf, hier ist es:
Es wurde sich doch wirklich lauthals im Gastraum darüber ausgetauscht, ob es Trinkgeld gab und das es zu niedrig war!
Das Gericht welches hier als Entenkeule serviert wurde kostete 17,50€
Letzte Weihnachten bezahlten wir ca. 10€. Besseres Essen, freundliche Bedingung und nettes Ambiente inklusive. So ist der Preis das Einzige, was in diesem Etablissement gestiegen ist und zwar insgesamt um gesalzene 30 bis 50%!
Für eine gute Dienstleistung ist man gerne bereit, einen angemessen hohen Preis zu bezahlen. Mindesten 10% Trinkgeld der Rechnung sind da auch keine Frage.
Aber hier ist man in eine Räuberhöhle geraten und froh, wieder lebend heraus zu kommen.
Es besteht kein Grund zur Besorgnis. Wir werden NICHT wiederkommen!
Und wir werden SIE kältestens weiterempfehlen. read more