Als wir heute nach einen Spaziergang in Richtung Fischmarkt gingen, fiel uns das sehr ansprechend wirkende marseille auf. Lust auf Fisch hatten wir beide, also dachten wir - probieren geht über studieren.
Und der erste Eindruck war super, geschmackvoll eingerichtet, übersichtliche Karte, wirklich leckeres Brot mit Salz und gutem Olivenöl.
Das Brot wurde auch sehr zügig serviert, doch dann passierte erstmal lange, sehr lange Zeit nichts (man muss anmerken, dass das restaurant schätzungsweise 10- 12 Tische hat, von denen 6 besetzt waren). Wir bekamen wirklich das Gefühl ignoriert zu werden, denn erst auf offensive Nachfrage durften wir bestellen. dabei wurde gleich auch mehrere Änderungen an den Gerichten hingewiesen.
So auch an unseren
ich hätte gern loup de mer mit mangoldgemüse und einem tomatenküchlein gegessen, der mangold war allerdings schon vergriffen, dafür sollte es nun Blumenkohl geben. naja, ich war nicht hunderprozentig von der Kombination mit dem Blumenkohl überzeugt, aber neue Kompositionen können ja Horizonte öffnen, also gerne.
Meine Freundin entschied sich für das Schellfischfilet unter Senfkruste mit Gemüsebeignets und Verveine-Birnen. Die Birnen waren allerdings ebenfalls aus und wurden ersatzlos gestrichen, wie uns später klar wurde.
Das Essen kam dann mit etwas Verspätung, wir hatten uns zwischenzeitlich mit einem Pastis die Zeit vertrieben (merkwürdigerweise in unterschiedlichen Gläsern serviert, aber hey kein Problem) und waren nun erwartungsfroh und hungrig.
Aber was dann kam, konnte in keiner Weise überzeugen. Nein, eines muss man dem Koch lassen, der Loup de Mer war gut gebraten, aber er lag auf einer Art weißen Soße, die sich dann als einfaches Blumenkohlpüree entpuppte. das angekündigte "Tomatenküchlein" muss in Anführungsstriche gesetzt werden, denn mehr als eine Scheibe gebratenes Tomatenciabatta war das doch nicht. Und Blumenkohl mit Fisch, mal ehrlich....Nicht ohne Grund ist der Blumenkohl ansonsten für das Wild reserviert.
Das Essen meiner Freundin war ebenfalls alles andere als erfreulich, das Gemüse im Bierteig sehr fettig und der Schellfisch trocken.
Als der Service dann das Geschirr abräumte und fragte wie es denn war, wollte uns das übliche "danke gut" einfach nicht über die Lippen kommen.
Grade angesichts des gehobenen Preisniveaus des Restaurantes war die Entäuschung einfach zu groß. Die Kritik wurde mit einem "Ich gebs weiter" und "möchtet ihr noch die Dessertkarte" quittiert und das wars. read more