teures Essen, Cheffin nahm keine Kritik an und der Geschmack fehlte Das Marktweib in Oberursel
Schade, dass wir nicht vorher die Kritiken gelesen haben, sonst wäre uns vermutlich einiges erspart geblieben.
Als ehemals treue Gäste des Vorgängers Marktwirtschaft kamen wir heute in den vermeintlichen Genuss das Marktweib kennen zu lernen.Spargelcremesuppe, Krustenbraten und Wiener Schnitzel vom Kalb sollten es sein.Nach langem Warten bemerkte uns die Bedienung dann endlich und wir konnten bestellen.Die Spargelcremesuppe ließ nicht lange auf sich warten, was sich jedoch leider im Geschmack bemerkbar machte: Gewürze waren scheinbar leider ein völliges Fremdwort für den Koch, dafür war mit Mehl nicht gegeizt worden; das Ganze ähnelte aus meiner Sicht einem flüssigem Kuchenteig. Glücklicherweise war nach langem Suchen auf dem Tisch immerhin ein Salzstreuer der Größe Picknick zu finden.
Kurz darauf kamen die Hauptgerichte. Hier stach zuallererst die nahezu halbe Zitrone (ca. 3 cm dick) hervor, die auf etwas thronte, das an zwei schmutzige Putzlappen erinnerte, jedoch Schnitzel sein sollten. Hinzu kam ein Döschen Preiselbeeren in der Optik einzelner Vogelbeeren mit ähnlichem Geschmack, Pommes und einem Teller Beilagensalat. Dieser wiederum bestand aus reinem, grünem, nackter Salat mit Essig ohne Öl, ohne Kräuter, ohne Salz und Pfeffer, ohne irgendetwas. Punkt. Das war das Ganze Gericht. Halt, die eine halbe Scheibe Radieschen im Salat muss natürlich ebenfalls beachtet und erwähnt werden.
Das andere Gericht bestand aus einem harten Stück Krustenbraten und immerhin einigermaßen schmackhaften Kartoffelsalat (dieser war als bunter Kartoffelsalat deklariert, stellte sich aber als Kartoffelscheiben mit viel grünem Blattsalat und Fenchel dar was auch immer letzteres im Kartoffelsalat macht).
Davon abgesehen, dass die Gerichte aus unserer Sicht lauwarm und ungewürzt waren (selbst würzen ging nur mit Salz, Pfeffer gab es keinen) war es sau Teuer (kanpp 60EUR, dafür kann man mal gut Steak essen gehen) und einfach schlichtweg kaum genießbar, Kategorie Bäh.
Nachdem wir uns die Hälfte herunter gezwungen hatten, war der Appetit gänzlich verflogen. Selbst eine Stunde nach dem Essen liegt uns das Essen noch schwer im Magen.
Die Krönung war jedoch die blonde Bedienung, die zunächst völlig pikiert fragte, ob es nicht geschmeckt habe (später stellte sich heraus, das es die Cheffin war): Auf unsere Kritik hin behandelte Sie uns, als hätten wir sie persönlich beleidigt. Absolut Kritikunfähig wurden wir darauf hingewiesen, dass die Salatsoße so scharf sein müsse, der Salat nur als Salat bestünde, weil Beilagen wie Tomaten noch nicht reif wären und dass das Essen frisch gemacht sei, wir müssten uns irren. Insgesamt erhielten wir einen 5 minütigen Vortrag, warum das Essen mit Absicht so sei, wie es ist.
Nachdem die Reste abgeräumt und die Rechnung gebracht wurde, kam ein erneuter Vortrag, dass in der Küche das Essen nochmal getestet worden wäre und es nichts zum Aussetzen gäbe. Zudem wäre das Essen in gleicher Form schon zigfach über die Theke gegangen und es habe noch nie Beschwerden gegeben (Wo kommen dann bitte die vielen Negativpunkte der Anderen her?? Von der Kunde ist König hat man hier noch nie etwas gehört).
Fazit: Wer nicht Kochen kann und dennoch ein Erfolgserlebnis haben möchte, der sollte meiner Meinung nach im Marktweib speißen; so schlecht und zugleich Teuer wie dort
werde zumindest ich selten erneut essen können. Von der Atmosphäre her ist der Laden optisch Top, vom Essen ein großer Flop. Es wirkt, als würden einige ungelernte Studenten versuchen ein Restaurant zu führen, jedoch scheitern.
Zudem schließe ich mich zu 100% den vorangehenden Berichten hier an.
[Beitrag auf Hinweis von Qype editiert, war zu scharf] read more