Nach langer Zeit besuchte ich an diesem Abend wieder ein Mal ein Maredo-Restaurant, um meiner Begleitung etwas besonderes zu bieten. Das Restaurant liegt auf halben Weg zwischen Hauptbahnhof und dem Christkindlesmarkt am Hauptmarkt. Es war ca. 17.00 Uhr und das Lokal zu dieser Zeit wenig besucht, die wenigen Gäste so mittleren Alters. Wir wurden sogleich an einen Tisch im vorderen Bereich geführt. Der Wunsch, nach dem langen Christkindlesmarkt-Bummel einen nicht zugigen Platz zu bekommen, wurde erfüllt. Es handelte sich um einen runden Tisch, der mehr an ein Café als an ein gediegenes Restaurant erinnert. Auch stehen die Tische teilweise recht eng (scheinbar ist die Miete hoch). Mit der Platzierung wurde sogleich die Speisekarte serviert und nach dem Getränkewunsch gefragt. Diese (Weißbier 4,20 Euro, Schwarzer Tee 2,40 Euro) dann auch sehr schnell serviert und die Essensbestellung konnte erfolgen. Wir bestellten Feinschmecker-Hüftsteak (17,20 Euro) und Pfeffer-Rumpsteak (18,20 Euro) mit Beilage und jeweils einen Salat vom Buttet (5,20 Euro). Die Kellner waren bislang freundlich und häufig zur Stelle (kein Wunder bei den wenigen Gästen). Das Salatbuffet, für das Maredo bekannt ist, erfüllte nahezu alle Wünsche. Lediglich den gewohnten Mais vermisste ich. Dann jedoch nahm Unprofessionalität seinen Lauf: Kurz vor dem Servieren des Essens kam der Kellner und sagte, dass keine Feinschmeckersoße (Sauce Bernaise) vorrätig ist und ob ich das Steak mit einer anderen Soße haben möchte. Um den weiteren Verlauf nicht zu verzögern, wählte ich dann auch Pfeffersoße. In einem einfachen Wirtshaus kann passieren, dass Zutaten oder einzelne Gerichte aus sind, jedoch nicht in einem Restaurant dieser Preisklasse. Auch dass der Hinweis erst so spät kommt. Mein Steak war dann aber in Ordnung, jedoch nicht besonders groß. Wenn ich selbst Steaks mit ähnlichem Frischgewicht zubereite, kommt doch einiges mehr heraus. Auch die Pommes hätten etwas wärmer sein können. Bei meiner Begleitung war das Fett des Rumpsteaks nicht am Rand, sondern im Inneren, das Steak dadurch insgesamt recht zäh. Sie erwähnte dies beim Abservieren, was jedoch nicht weiter beachtet wurde. Auf weitere Getränke oder ein Dessert verzichteten wir, auch aus Zeitgründen (die Begleitperson musste am nächsten Tag wieder früh raus). Fazit: Früher war ich von Maredo geradezu begeistert, doch das hält sich seit einigen Jahren in Grenzen. Auch haben die verlangten Preisen gerade in den letzten fünf Jahren ein Niveau erreicht, das nicht mehr im Verhältnis zur Leistung steht. Diese stiegen sogar - im Vergleich zu vor zehn Jahren - um 30 bis 50 %. Werde meine Steaks verstärkt wieder selbst zubereiten. Maredo will ein Top-Restaurant sein, doch da fehlt es teilweise weit. read more