Letzten Freitag schlenderten wir die Hauptstraße in Heidelberg entlang und entschieden uns für das Restaurant Lowenbrau, in der Hoffnung, authentische deutsche Küche zu probieren - insbesondere Schweinshaxe und Sauerkraut.
Was wir allerdings erlebten, hatte mit Gastfreundschaft wenig zu tun - und hinterließ bei uns einen sehr unangenehmen Nachgeschmack.
Um ehrlich zu sein: Es roch stark nach einer unterschwelligen Form der Diskriminierung.
Da in China das gemeinsame Essen und das Teilen von Gerichten sehr üblich ist, baten wir ganz selbstverständlich um ein paar zusätzliche Teller, damit jeder ein bisschen probieren kann. Die Antwort des Kellners?
"Ein Teller kostet 1,50 Euro."
Wie bitte?
Nein, nicht ein zusätzlicher Gang oder eine Nachspeise -
einfach nur ein leerer Teller.
1,50 Euro. Pro Stück.
Wir fragten noch einmal nach, aber die Aussage blieb dieselbe - zusammen mit einem Blick, der sinngemäß wohl sagen wollte: "Ihr könnt euch das Essen leisten, aber nicht den Teller?"
Nachdem wir das unseren Kollegen erzählten, die seit Jahren in Deutschland leben, waren auch sie sprachlos. So etwas sei ihnen noch nie untergekommen.
Anscheinend handelt es sich hierbei nicht um eine deutsche Restaurantgepflogenheit - es sei denn, man spricht Chinesisch.
Vielleicht betreibt das Restaurant nebenbei ein kleines Porzellan-Business?
Eventuell wirft die Schweinshaxe einfach nicht genug ab, also muss der leere Teller zur Rettung herhalten.
In jedem Fall eine bemerkenswerte Innovation im deutschen Gastgewerbe.
Ironie beiseite - wir fühlten uns respektlos behandelt.
Wir kamen mit Wertschätzung und Interesse für die deutsche Küche - und gingen mit dem Gefühl, nicht willkommen zu sein.
Falls Sie in Heidelberg wirklich gut essen möchten - ohne für leere Teller zur Kasse gebeten zu werden - suchen Sie sich vielleicht lieber ein anderes Lokal.
Außer natürlich, Sie möchten selbst herausfinden, wie viel ein Teller heutzutage so wert ist.
Last Friday, while strolling down the main street of Heidelberg, Germany, we decided to try a restaurant called Lowenbrau, hoping to enjoy some authentic German cuisine--especially pork knuckle and sauerkraut.
Unfortunately, the dining experience left a bitter taste far beyond the food itself. To our surprise, we were met with what felt like a subtle form of racial discrimination.
In China, it's quite common to share food, so naturally, we asked for a few extra plates so everyone could try different dishes. The waiter's response?
"Each plate costs €1.5."
Excuse me?
Yes, not an extra dish, not a portion--just a plain empty plate.
€1.5. Per plate.
We double-checked and were met with the same response, accompanied by a look that felt more like, "You can afford the food but not the plate?"
After sharing this with colleagues who have lived in Germany for years, we learned that this is absolutely unheard of. Apparently, this "plate fee" isn't a standard German practice--unless, perhaps, you're speaking Chinese.
Now, maybe this restaurant runs a secret side hustle selling plates. Perhaps pork knuckle alone isn't paying the bills, and charging for empty tableware is the new frontier in German culinary entrepreneurship.
But jokes aside, this incident felt deeply disrespectful. We came with respect and curiosity for the local food, and left with a strong sense of exclusion.
If you're looking for real German food without being nickel-and-dimed for basic decency, maybe try somewhere else--unless you're curious how much an empty plate is worth on Heidelberg's high street. read more