Allgemein
Das Restaurant mit seinem grossen Aussenbereich wird aufgrund seiner Lage an einem vielbefahrenen Kreisverkehr gegenüber eienr Tankstelle bei Einheimischen auch gelgentlich "Cafe Abgas" genannt. Obwohl der Spitzname etwas abschreckend klingt, reservierten wir einen Tisch für 6 Personen - ausser dem Spitznamen gab es nämlich auch sehr viel Lob und Gutes zu Küche und Service zu hören.
Bedienung
Wir wurden freundlich begrüsst und nach kurzer Suche wurde die Reservierung gefunden. Das Restaurant mit Aussenbereich war gut besucht. Bis zur Aufnahme der ersten Getränkebestellung dauerte es dann schon fast 15 Minuten, nach weiteren 10 Minuten kamen die Getränke und wir konnten bestellen. Der Service bot ein sehr gemischtes Bild: zum einen immer freundlich, zum anderen aber auch etwas unkonzentriert. So wurden mehrfach Getränke vergessen, Besteck zu den Langustinen kam erst, als man sich schon mühsam mit dem normalen Tafelbesteck beholfen hatte. Sehr eigenartig auch ein Servicemitarbeiter, der nach einer Reklamation (bestellt war ein Filet Medium, gebracht wurde bien cuit) den beanstandeten Teller wieder aus der Küche holte, ihn dem Gast vorwurfsvoll unter die Nase hielt, das Fleisch mit den Fingern auseinanderzog - und tatsaechlich an einem der beiden Filetstücke ein Eckchen demonstrierte, dass noch leicht Medium war - und tatsaechlich meinte, er könne die Reklamation nicht verstehen. Netterweise gab es einen Digestif aufs Haus - aber den brauchte wir auch - in DE eher ungewöhnlich wurde nicht getrennt kassiert, wir mussten selbst rechnen.
Das Essen
Wir bestellten: Tomatensalate, Spinatsalate und Datteln im Speckmantel als Vorspeisen, Hauptgerichte waren Lachs Orange, Thunfisch mit Langustinen auf Spinat, Spaghetti Ajillo, hausgemachte Tagliatelle, Rinderfilet mit hausgemachten Kroketten, Entrecote mit Gemüse und Kartoffelchips - und als Desert eine Crema Catalana sowie eine Runde Espresso.
Die erste Runde machte Hoffnung: knackige Tomatensalate, würzige, heisse Datteln im Speckmanteln und ein ausgezeichneter Spinatsalat in einer Art Orangen Vinaigrette mit Pinienkernen und Walnüssen. Alles im Geschmack frisch und sehr angenehm.
Leider sank das Niveau danach etwas ab: während Lachs und Thunfisch sowie die Nudelgerichte sehr gut zubereitet waren und auch geschmacklich voll überzeugten (sieht man mal vom zu spät gebrachten Besteck für die Langustinen ab), enttaeuschten die beiden Fleischgerichte - das Filet wurde bien cuit serviert (statt Medium wie bestellt), das Entrecote war etwas zu scharf angebraten - zwar perfekt wie bestellt, aber durch die zu grosse Hitze stellenweise bereits bereits bitter. Die Beilagen entschädigten etwas - frisch, hausgemacht und knackig waren diese gelungen.
Die Crema Catalana war gelungen - schön wäre es gewesen, wenn der Espresso dazu auch heiss auf den Tisch gekommen wäre.
Insgesamt zeigte die Küche und der Service doch ein zwiespältiges Bild. Einige Gerichte waren bemerkenswert und sehr gut zubereitet, bei Fleischgerichten hat es dagegen nicht so funktioniert, wie man es bei den Preisen erwarten könnte.
Das Ambiente
Tolles Ambiente: überall standen Citruspflanzen, zum Teil mit grossen Zitronen oder Orangen. Der Aussenbereich ist bequem bestuhlt, auch innen ist alles ansprechend und liebevoll eingerichtet. Sehr aufmerksam: da es zur Zeit eine regelrechte Stechmückenplage gibt, stellte der Gastwirt bei Einbruch der Dunkelheit Räucherspiralen zum Schutz der Gäste auf. Und ja - es ist laut, dafür aber auch schön :-)
Sauberkeit
Restaurant, Garten und WC wirken sehr sauber. Im WC wird es etwas übertrieben: ein automatisches Raumspray wetteifert mit Klo-Steinen und Duftöl - nicht sehr angenehm, zeugt aber von äusserstem Bemühen um Hygiene. Die WC Brille der Toilette ist noch bemerkenswert: Knallblau kontrastiert sie etwas schräg mit dem grünlichen Beige der Installationen. read more