Zuerst mal: ich war nicht selber als Gast in der Kiezbude, aber die 3 Minuten, die ich dort verbracht habe, haben mir schon gereicht. 4 Schweizer Freunde von mir haben Hamburg besucht und haben in der Kiezbude gewohnt; ich habe mich mit ihnen getroffen und vor unserem Streifzug über den Kiez wollte einer von ihnen etwas aus dem Zimmer im Hostel holen eine weitere Freundin und ich sind mitgegangen und ich war eigentlich recht angetan vom Zimmer, der Lage, etc. Allerdings stand keine 2 Minuten, nachdem wir mit den Schweizer Freunden das Hostel betreten hatten, ein Hostelmitarbeiter (ich nehme an, es war der Chef) im Zimmer und brüllte uns an, was wir in seinem Hostel verloren hätten und dass wir sofort gehen sollten, da er ansonsten die Polizei rufen und uns wegen Hausfriedensbruchs anzeigen wolle. Leider ließ er überhaupt nicht mit sich reden, deshalb sind die Freundin und ich vor die Tür gegangen und haben auf unsere Freunde gewartet, mit denen der Chef noch ein ernstes Wörtchen reden wollte. Zu unserer Überraschung standen sie 5 Minuten später mit gepackten Koffern neben uns auf der Straße.
Meiner Meinung nach ist es völlig legitim, dass ein Chef in seinem Hostel das Hausrecht durchsetzt, gerade in so einer Gegend wie dem Kiez allerdings hatten wir wirklich nichts Böses im Sinn, waren allesamt stocknüchtern und überhaupt nicht laut, auffällig, etc. Hätte der Chef uns wenigstens für 30 Sekunden zugehört, hätten wir ihm sagen können, dass wir 5 Minuten später sowieso weggewesen wären, hätten uns entschuldigt und wären auch bereitwillig zum Warten wieder vor die Tür gegangen. Das Verhalten, das uns und unseren Freunden gegenüber an den Tag gelegt wurde, war hingegen alles andere als kooperativ und gastfreundlich. Unsere Freunde mussten 5 weitere Minuten an Schimpftiraden über sich ergehen lassen und standen abends um 11 plötzlich ohne Dach über dem Kopf auf dem Kiez (zum Glück war im Hostel nebenan ein Zimmer frei). Mit einem winzigen bisschen Fingerspitzengefühl hätte man es auch bei einer Ermahnung belassen können, so aber bleibt die Kiezbude allen von uns in Erinnerung allerdings in sehr schlechter. Schade! read more