Kurz gesagt: Die Fahrzeuge der Firmengruppe Britz-Maui-Backpacker sind völlig in Ordnung. Trotzdem möchte ich aus eigener Erfahrung hier dringend vor diesem Unternehmen warnen. Denn Britz ist nur gut bis zu dem Moment, in dem was passiert - und ich berichte leider aus eigener bitterer Erfahrung.
Auch, wenn man im Urlaub eigentlich nicht mit dem Schlimmsten rechnen möchte: Ich bitte alle, den nachfolgenden Bericht zu lesen. Es gibt sehr gute Gründe, einen großen Bogen um Maui/Britz/Backpacker (es handelt sich um ein- und dasselbe Unternehmen) zu machen.
Wir hatten einen sehr schweren Unfall auf einer Landstraße in West-Australien, bei dem der Camper praktisch zerstört wurde. Das war eine schlimme Erfahrung im Urlaub, denn wir haben den Unfall nicht verschuldet und sind buchstäblich durch viel Glück mit dem Leben (und weitgehend unverletzt) davongekommen.
Viele Australier haben uns nach dem Unfall einfach rührend geholfen. Mit einer Ausnahme: Britz selbst. Man könnte es als Mitmenschlichkeit oder Kundenservice betrachten, Kunden zu unterstützen, die in Not geraten sind - aber Britz hatte nur eins im Blick: die eigenen (unfairen) Geschäftsbedingungen. Und das Geld.
Wir haben telefonisch nur Ärger gehabt, keinerlei Hilfe bekommen und von meiner Kreditkarte wurde viel Geld abgebucht.
Womit viele Touristen (so wie wir) sicher nicht rechnen, wenn sie den Vertrag bei Britz, Maui oder Backpacker unterschreiben: Er enthält äußerst unfaire Klauseln, die in Deutschland wohl kein Verbraucherschützer gutheißen würde. Beispiel Kaution: Die ist bei Autovermietern auf der ganzen Welt üblich. Sie ist aber normalerweise eine Haftungsbeschränkung. Das heißt, dass der Mieter NUR bis zu einem bestimmten Betrag haftbar ist (grobes Fehlverhalten ausgenommen). Dies gilt bei Britz & Co. leider nicht.
Die extrem hohe Standard-Kaution (je nach Wechselkurs um die 3.000 Euro) verdoppelt sich, wenn sich das Fahrzeug überschlägt. Die Schuldfrage oder näheren Umstände sind dabei völlig unerheblich! Klingt unglaublich, ist aber leider wahr.
Bei uns war es so, dass die Polizei den Vermieter nach ersten Augenschein (zerstörtes Fahrzeug) von einem Überschlag unterrichtet hat. Es war aber keiner. Und man stelle sich vor: Wir lagen noch im Krankenhaus, da hat Britz in Perth sofort eine erneute Belastung meiner Kreditkarte über diesen Betrag vorgenommen. Erst nachdem wir das in langen Diskussionen am Telefon richtig gestellt haben, wurde diese Abbuchung storniert!
Ich würde das kaum glauben, hätte ich es nicht selbst erlebt.
Zweiter Punkt: Wer einen Unfall hat, muss den Rücktransport des Fahrzeugs völlig unabhängig von der Schuldfrage (oder dem eigenen Verhalten) selbst bezahlen! Man stelle sich vor: Wir haben von einem 3000-Seelen-Ort aus in Perth angerufen, standen unter Schock und baten um Hilfe. Da hieß es: Rücktransport? Vielleicht könnt ihr im Abschleppfahrzeug mitfahren, falls da noch Platz ist. Das Fahrzeug muss ja eh zurück nach Perth und dafür müsst Ihr sowieso 900 Dollar bezahlen.
Wer jetzt denkt: Ich würde nie so schnell fahren, dass sich der Campervan überschlägt. Ich fahre nicht alkoholisiert und nicht bei Nacht. Und ich passe auf - mir passiert sowas nicht... ja, all das dachten wir auch und haben uns danach verhalten.
Ich könnte noch mehr schlimme Dinge berichten - etwa von der Filialleiterin, die auf (höfliche) Emails aus Deutschland einfach nicht mehr geantwortet hat. Von der falschen Email-Adresse der Versicherungsabteilung, die wir bekommen haben. Und und und...
So gut die Fahrzeuge auch sein mögen und so bekannt der Name auch ist: Ich rate DRINGEND von Britz/Maui/Backpacker ab. Geht das Risiko nicht ein, denn wenn was passiert, werdet Ihr nicht nur allein gelassen, sondern auch noch richtig abgezockt.
Ich weiß, dass Bewertungen wie diese immer etwas seltsam klingen, wenn doch viele Menschen einen so tollen Urlaub mit Britz hatten. Die hatten aber auch keinen Unfall... meine Empfehlung: Lasst Euch VOR der Buchung mal einen Vertrag zuschicken oder zeigen. Und lest mal ganz in Ruhe durch, was Euch im Fall der Fälle erwartet... read more