Ich war schon etwas skeptisch, als eine Freundin mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mal dort zur Afrikanischen Party Lounge mit Buffet zu gehen. Die Bewertungen waren nicht gerade ideal und ich bin schon etwas verwöhnt, wenn es um afrikanische Küche geht.
Nun gut, wir hatten die Idee erst verworfen, sind aber dann doch einmal hin.
Zuerst, der Weg hoch zu ihrem Restaurant ist nichts für Angsthasen. Ich habe ganz schön geschlottert, da es nicht wirklich breit genug ist für zwei Autos. Insbesondere dann auch die Fahrt runter mit Nebel (wunderbarer deutscher, feuchter Sommer sei Dank) war nervenaufreibend.
Ohne Reservierung lief erst einmal gar nichts, da Geschlossene Gesellschaft.
Die 22EUR für das Buffet werden direkt bei Aufnahme der Getränke abkassiert (kein Wunder, man kann sich im Endeffekt dann auch ohne große Diskussion nicht mehr entscheiden zu gehen und sein Geld zurückzuverlangen).
Ein Getränk wurde vergessen, kann aber mal vorkommen.
Die Gastgeberin begrüsste die Gäste, was eine sehr nette Geste ist und gab das Menü bekannt.
Mit reichlich Verspätung ging es dann auch los (obwohl das Essen auf dem Buffet schon bereit stand)
Vorspeise und Dessert nicht als Buffet, dh. man hatte als Allergiker/Vegetarier (kommt drauf an was serviert wird) etc. nicht die Chance auszuweichen. Dazu noch mehr später.
Kochbananen waren angekündigt. Sie entschuldigte sich, dass sie noch nicht so reif wären (es gibt alleine in unserem Ort ca. 2 Geschäfte wo man Kochbananen erhalten kann, fährt man nach Mannheim hat man 2 Geschäfte allein auf einem Weg von 100m. und da soll es nicht möglich sein reife Bananen zu erhalten?!)
Aber okay. 4 Scheiben Bananen, ein frittiertes Ufo von Zucchini (was lecker war) auf Tomaten-Karotten-Soße. Die Kochbananen waren enttäuschend (frittiert sind sie hundert mal besser), das Ufo gut, den Rest konnte ich aufgrund von Allergie nicht testen.
Vom Geschmack her bis auf die frittierte Zucchini nichts afrikanisches. Meine Freundin testete die Tomaten und bestätigte es ebenfalls.
Buffet: ca. 100 Leute stellen sich an 2 Tischen mit 5 Wärmebehältern und 1 Schüssel Salat.
In den Behältern: Couscous (mit undefinierbaren Kügelchen drin, könnten Kichererbsen gewesen sein), nicht gewürzt, Reis, nicht gewürzt,
Hähnchen mit Gemüse in Zitronensoße (hurra Allergie), Fisch mit Gemüse in Ananassoße (müsste es gewesen sein) und ein anderes Fleisch in Erdnusssoße, Currykartoffeln mit etwas Zwiebeln (hätten im Endeffekt auch einfach Ofenkartoffeln sein können, von Curry war da nichts zu schmecken)
Fisch esse ich nicht, beim Hühnchen habe ich gehofft, dass es die Soße nicht zu sehr aufgesaugt hat, das mit Erdnuss ging gar nicht, habe mir dann letztendlich Couscous, etwas Salat, Kartoffeln und zwei Scheiben Zucchini rausgepickt.
Ich hätte mir gewünscht das man mehr auf den Tisch bringt, einen Eintopf beispielsweise, den kann man gut einen Tag vorher ansetzen und in großer Menge und auch Gemüse sowie Soßen separat.
Geschmacklich sehr eingedeutscht. Also ich bin wirklich besseres gewöhnt. Das als westafrikanisches Essen zu bezeichnenouch!
Nichts zu sehen von Maniok, Okra, Gerichten wie Fufu oder Plantainküchlein.
Als Dessert, sehr afrikanisch. Früchte (hurra Allergie) mit Vanillesoße. Sie sagte etwas von Eis, aber Eis habe ich da drin nicht gefunden.
Alles in allem ein Reinfall bis auf die Band und deren Show, die war wirklich gut.
Nochmal zu Adas Buka? NEIN!
Zu teuer, zu deutsch und definitiv nicht afrikanisch genug.
Vielleicht bin ich verwöhnt durch das Essen von afrikanischen Freunden, aber das was dort geboten wurde, war das Geld nicht wirklich wert. read more