Wie gestaltet man ein Museum OHNE Exponate? Die Antwort darauf ist das Nibelungenmuseum in Worms…read more Klar: Es ist schwierig, ein Museum um eine fiktionale Geschichte zu errichten, mit Figuren, die nie existiert haben. Die Engländer ("Artus-Sage") können ein Lied davon singen. SO geht es aber nicht: Abgesehen von dem altertümelnden Gebäude gibt es hier keinerlei(!) Objekte zu sehen. Man bekommt mit dem Eintrittspreis (€5,50) ein iPad Mini mit Kopfhörer in die Hand gedrückt, auf dem sich eine reichlich biedere Multi-Media Show befindet. Dabei gibt es zwei Varianten, die eine für Wagner-Liebhaber speziell für den "Ring des Nibelungen". Mit Tablet und Kopfhörer bewaffnet hakt man eine langweilige "Station" nach der anderen ab, teilweise mit kurzen Videos im Turm aus Fritz Langs zweiteiligem Film "Die Nibelungen" - in obszön schlechter Qualität auf Briefmarkenschirmen. Einziger Lichtblick: Die Kopfhörer (Beyerdynamic) waren super! Im ganzen Museum saßen die Leute auf schlicht stilisierten modernen Thronen herum und starrten auf ihre iPads. Das kann ich auch zu Hause über YouTube haben! In 10 Minuten war ich mit diesem Nichts an Museum durch, ein Titel könnte sein: "(K)ein Museum, oder die teuerste Pinkelpause aller Zeiten". WARNUNG: Zeitverschwendung!