Erst einmal lasst mich erklären, dass das Slobos eigentlich Stadtmühle
heißt. Ergo wenn euch jemand fragt, wo denn die Stadtmühle ist und ihr
kennt nur das Slobos, dann wisst ihr ab jetzt wo sich diese befindet.
Warum jedoch die Stadtmühle so gar anders
genannt wird, das könnt ihr erfragen wenn ihr mal hier gewesen seid. Die Stadtmühle IST eine der besten Kneipen der Stadt. Wir sind keine
Schickimickikneipe, bei der es heißt sehen und gesehen werden. Wir
sind auch keine Cocktailbar. Bei uns kann man sich auch nicht in die
Fußgängerzone setzen, die Bild lesen und sich über vorbeilaufende
Menschen aufregen. So sind wir nicht, so wollen wir auch nicht sein.
Wir haben einen der schönsten Biergärten der Stadt, der auch mal an
einem Winzer- oder Bürgerfest eine Oase der Ruhe sein kann. Die Pizza
ist hervorragend und wer hier noch nie ein Parmesanschnitzel probiert
hat, dem ist im Leben echt etwas kulinarisches entgangen. Wir zeigen
Fußball! Nicht nur die erste Liga, sondern auch die zweite, Champions
League, DFB und was es da noch so für Veranstaltungen gibt.
Der wahre, ähm, Zauber entfaltet sich aber an den Wochenenden. Wer
sich an einem Freitag Abend romantisch mit seiner Geliebten bei
Kerzenschein in Ruhe unterhalten möchte, der ist hier genau überhaupt
nicht richtig. Denn es dröhnt Blues und Rock aus allen Boxen, die
Menschen sind laut und lustig, Schnäpse fließen in den Rachen und
Bierkrüge werden gehoben. Es wird mal ein Stück von der Holzsäule
abgetreten, wenn es mal wieder äußerst knapp 5:6 beim Kickern ausging
und beim Nebentisch schießt Bier in einer Fontäne auf mehrere Menschen,
weil man es wieder nicht geschafft hat, den Bierhahn korrekt in das Fass
zu schlagen. Einer der leckersten Äppler aus einer Privatkelterei kann
klein, groß, im Bembel, im Pitcher, oder im Meter gekauft und genossen
werden und wenn ihr Glück habt, sind die Bedienungen nur halb so
betrunken wie ihr. Apropos Bedienungen: Bitte vermeidet es, diese mit
schnipsen, pfeifen, Süße, Chef oder Kollege zu rufen, so etwas
wird ganz und gar nicht gern gesehen. Erkundigt euch nach deren Namen
(70% alles Gäste kennen die Namen aller Bedienungen) und ruft sie
dementsprechend. Behandelt diese, wie auch ihr gerne behandelt werden
möchtet und nicht als eure Privatsklaven, die euch gefälligst so schnell
wie möglich euer Getränk bringen sollen. Und falls ihr diesen
gestressten, leidgeplagten Wesen, die am Wochenende auch einmal ein
volles Tablett aus der Hand geschlagen bekommen oder die Kotze VOR dem
Männerklo aufwischen müssen, etwas Gutes tun möchtet: Schnaps! Der geht
(fast) immer und ist eine nette Geste.
In diesem Sinne: Prost! read more