UPDATE Neue Chance am 10.7.2013:
Es lohnt sich immer noch nicht, zumindest geschmacklich und von der Qualität her.
Aber das Personal hat wohl an einem Freundlichkeitskursus teilgenommen. Grosses MINUS: FROSCHSCHENKEL, LAUWARMES ESSEN, HYGIENE deutschlands größter chinese davon angelockt wagten wir einen besuch nach teltow. von außen sieht das shishan absolut deplaziert aus.
wie ein futuristisches buntes plastik debakel im tristen beton ghetto von rumänien.
der bunte plastik bling-bling-chic geht drinnen weiter. es ist groß, leer und bunt.
die großzügig verpixelte fototapete spiegelt die lieblosigkeit zum detail, die flecken auf den sitzsofas ebenso. mit dem ausgestreckten arm werden wir in richtung eines tisches geschnippt.
sowieso alles leer, da hätte man uns auch zu einem tisch geleiten können. nach einigem warten wird uns die von warsteiner gesponserte wattierte plastik-speise- und getränkekarte gebracht. ziemlich dünn im angebot und optisch das letzte eingeständnis zur geschmacksverirrung, da sie sich einfügt wie abhebt vom möchtegern-style innenarchitekten im kill-bill- für-arme- rausch mit einem bier kann man nix falsch machen dachten wir, aber mussten die schaumkrone vermissen.
wir entschieden uns für das büffet, weil die speisekarte sehr dünn und nicht richtige auswahl bietet. vermutlich soll man eh zum büffet gedrängt werden, weil es weniger arbeit macht also mit klackernden absätzen, hallenden schrittes (leere großraumhalle verursacht nun mal echo) mit hungrigem magen richtung büffet. optisch opulent, mit fertigen speisen und welchen zum live-grillen. auf papierzetteln notiert man seine gewünschte soße. der zettel wird dann später in sichtweite von der kellnerin mit den fingern vom teller aus der soße gefischt, wenn die speisen zu tisch gebracht werden. geschmacklich ist das grillbüffet besser als das fertige büffet (beides ein preis inklusive), aber weit weit von lecker entfernt. das fleisch schmeckt irgendwie muffig so modrig in der art. ohne soße vermutlich ungenießbar. ich vermute gefrierbrand. bei den desserts steht vanillesoße bereit. man sollte sie lieber in vanillewasser umbenennen. mit wasser strecken sollte vermutlich kosten senken, ist aber nun wirklich am falschen ende gespart, vor allem wenn der gast es geschmacklich und optisch merkt.
die sprühsahne vom supermarkt mit billig-eigenmarke ist fast schon realsatire, wenn es nicht so traurig wäre einzig lobenswert das anteilig frische obst. die litschies aus der dose müssen nicht sein. kulinarisch und gastronomisch gesehen kann das shishan wirklich nachhilfe gebrauchen, auch was einfachste hygienevorschriften betrifft. wenn man auf toilettenpapierabrollern mit dem finger im staub nachrichten schreiben kann, ist das wirklich sehr sehr schlimm. die fahrt von berlin oder wo auch immer ins shishan lohnt sich nicht, tut mir leid.
ich musste einen stern geben, verdient hätte dieser abend, dieses essen, diese räumlichkeiten keinen. read more