Leider kann ich mich den überwiegend positiven Meinungen hier nur teilweise anschließen. Meine Lebensgefährtin und ich (beide 40 Jahre alt) waren am 31.03.2012 im Shaka Zulu essen. Wir beide sind Afrika-Fans, waren früher öfters im Bobotie essen und hatten entsprechende Erwartungen. Diese wurden jedoch bei weitem nicht erfüllt.
Vorab hatte ich einen Tisch für 2 Personen reserviert. Als wir eintrafen wurde uns ein (Katzen-)Tisch zwischen zwei anderen Tischen zugewiesen. Die Nachbartische waren ca. 15 cm bzw. 25 cm von unserem entfernt. Es war also so, dass wir uns nicht den Tischgesprächen der Gäste an den Nachbartischen verschließen konnten bzw. uns sogar daran beteiligen konnten.
Das Konzept des Restaurants ist dem anderer Tapas-Bars angeglichen. Man kann einzelne Tapas zum Preis von 4,20 Euro oder Pakete von 4 bzw. 9 Tapas (letzteres für mind. 2 Personen) bestellen. Die Tapas-Pakete sind im Vergleich zu den einzelnen Tapas etwas günstiger.
Nachdem wir die sehr übersichtliche Karte erhielten 9 Tapas, davon 1 x Obst und 1 x andere Beilage, weder Impala, noch Kudu oder Springbock wurden uns von durchaus netten Kellner weitere 3 Tapas von der Tageskarte genannt.
Wir bestellten jeweils ein 4er Tapas-Paket.
Ca. 2 Minuten, nachdem uns das Brot mit Zwiebel-Sourcreme gereicht wurde, kam der Kellner bereits mit den Tapas. Leider war unser Tisch so klein, dass nicht alle Schalen nebst Teller, Gläser, Wasser- und Wein-Flasche darauf Platz hatten, so dass wir die beiden Flaschen neben den Tisch stellen mussten.
Geschmacklich war das Essen gut, jedoch waren die Mengen in den einzelnen Schalen sehr übersichtlich und die Gerichte teilweise kalt.
Als ich die Kellnerin beim Abräumen der Teller auf die teilweise kalten Tapas hingewiesen habe, erfolgte weder von ihr, noch vom Koch oder einem anderen Angestellten, eine Reaktion. Zumindest eine Nachfrage oder eine Entschuldigung hätte ich bei einer Beschwerde schon erwartet. Nachdem sich am 4er Nachbartisch zu später Stunde 8 (!) Leute gesetzt hatten, die auch auf meinen Hinweis, dass man uns doch auch noch etwas Platz lassen sollten (s. Platzangebot oben) nicht reagierten, habe ich die Rechnung bestellt und wir sind gegangen. Für jeweils eine Flasche Wein bzw. Wasser und 8 Tapas haben wir 53 Euro bezahlt. Fazit des Abends:
Nach Bobotie hatten wir zu hohe Ansprüche an ein afrikanisches Restaurant. Für uns zählt nicht nur die Qualität des Essens, sondern auch das ganze Drumherum. Und hier mussten wir für uns feststellen, dass das Konzept mit afrikanischen Tapas nicht zu uns passt.
Wer schnell ein paar afrikanische Tapas essen möchte, für den kann dieses Lokal die richtige Wahl sein. Möchte jedoch jemand wie wir einen ruhigen Abend im Restaurant inkl. gepflegter Unterhaltung und gutem afrikanischen Essen verbringen, für den ist dieses Lokal nicht zu empfehlen. read more