Da ist sie nun, die erste Sansibar außerhalb von Sylt. Es ist natürlich unfair, ein Restaurant nur drei Tage nach seiner Eröffnung zu bewerten, andererseits ist es auch unfair von einem Restaurant, nur drei Tage nach der Eröffnung schon den vollen Preis zu verlangen. Bewerten wir also fair, aber hart.
Das Ambiente ist stimmig, passt zum Umfeld, dem hochpreisig orientierten Modekaufhaus Breuninger, ist aber trotzdem nicht abgehoben, ganz im Gegenteil. Schickes, aber bequemes Mobiliar, meist recht ansprechendes Licht und nette Accessoires verbreiten durchaus Gemütlichkeit. Die Karte ist überschaubar und vor allem von hochpreisigem Fleisch bestimmt, Meeresfrüchte gibt es auf der Tageskarte. So weit, so gut.
Die Vorspeise, Sashimi vom Thunfisch, war hervorragend, leider machte die Portion den Eindruck eines Probierhäppchens. Satte 15 Euro kosten die fünf Scheibchen des edlen Fisches, hoffentlich orientieren sich die ausgezeichneten japanischen Restaurants Düsseldorfs nicht an dieser Preisgestaltung. Das georderte Fleisch, ein Filet und ein Rumpsteak aus der schon sündhaft teuren Premiumkategorie waren standesgemäß, wenn auch ein wenig kühl, der zum Menü gehörige Salat fand erst auf Anfrage den Weg zum Tisch, dann aber in Dressing ertrunken.
Der Rest war in Ordnung, die Weinauswahl scheint sehr gut, die Beilagen sind, nun ja, eben Beilagen. Ofenkartoffel und der erwähnte Salat gehören beim Steak zum Preis, was durchaus ein Lob verdient, so artet die Essensbestellung nicht zum Autokauf mit Aufpreisliste aus.
Der Service zeigt sich am Anfang standesgemäß, dann teils überfordert und zum Schluss beim Versuch der Wiedergutmachung wieder von seiner besten Seite. In der Summe reicht es erst einmal subjektiv nur für drei Sterne, das Potenzial für fünf ist aber durchaus gegeben. Lassen wir der Sansibar ein paar Tage, um sich einzuschleifen, dann gehen wir noch einmal ans ersparte. read more