Die Zeiten eines 4-Sterne-Restaurants sind wohl nur noch Geschichte: Wir wollten uns überzeugen von all den Vorschusslorbeeren, die wir zuvor im Internet übers Michelangelo in Eisenach gelesen hatten. Wir kamen innerhalb von 24 Stunden gleich 2mal (am 19.08. und am 20.08.13 so kurz nach 17 Uhr) zum Abendessen. Und zwar 2mal, um nicht nur einen einmaligen, sonderen schon sicheren Eindruck zu gewinnen. Dies sollte sich dann auch als notwendig herausstellen. Wir waren an beiden Abenden jeweils die ersten Gäste. Die Bedienung, eine junge schwarzhaarige Italienerin, ca. 33 Jahre alt, vielleicht sogar die Chefin selbst, war alles andere als freundlich, kein Lächeln, keine nette Begrüßung. Uns schien es so, als seien wir ihr eine Last, als seien wir hier überflüssig, jedenfalls nicht unbedingt willkommen. Kurz zusammengefasst folgende Bewertung: a. Freundlichkeit des sichtlich überforderten Personals lässt deutlich zu wünschen übrig mit gehörig Luft nach oben b. Lokalität war nur oberflächlich sauber. Bei genauerer Untersuchung fanden wir beispielsweise am nächsten Tag die selben Tischdeckenbeschmutzungen des Vortages wieder, sauber überdeckt und getarnt von frischen Tischläufern, ganz zu schweigen von Staub und Schmutz auf Sitz- und Fensterbänken, aber auch versteckt unter den Tischen. c. Essen: Pizza Frutti di Mare am 1. Abend ausgezeichnet, sehr empfehlenswert Die gegrillten Riesenscampi am 2. Abend geschmacklich gut, teilweise aber noch roh und somit nicht genießbar. In der Gesamtbewertung waren wir vom Michelangelo trotz der guten Pizzen des ersten Abends und dem einladenden Interieur maßlos enttäuscht. Eine mißmutige und überforderte Bedienung an beiden Abenden, ein durchgehend schmuddeliges, nur nach aussen hin übertünchtes Äusseres sowie ein am zweiten Abend wenig genießbares Garnelenessen hat uns abgeschreckt. Diese Lokalität ist nicht nur für Gourmets deutlich überbewertet und bedarf dringend einer all umfassenden personellen (Koch, Bedienung und Reinigungskraft) wie gedanklichen Sanierung und Neuorientierung. Erst dann werden wir wieder aus Bayern zur Testung anreisen. read more