Das Essen war nicht gelungen: Die Chicken Wings nicht durch, die Spare Ribs kannten Marinade nur vom Hörensagen. Die Crème fraîche auf den Kartoffeln kam direkt aus dem Becher, ohne Spur von Gewürz oder Kräutern. Als Dips dienten dieselbe Crème aus dem Becher, bar jeden Geschmacks, und zwei Billig-Asia-Saucen aus dem Supermarkt. Für über 13 Euro viel zu teuer. Offenbar zahlte man damit auch die Unterhaltung, die aus lauthals brüllenden, betrunkenen Gästen bestand, die sich um den ebenfalls sichtlich angeheiterten Wirt höchstselbst scharten. Dieser plärrte und grölte seine Zoten (You drink it ex, sonst you have no sex! - das kriege ich nie wieder aus dem Ohr) am lautesten, sodass an den Tischen keine Spur von Unterhaltung mehr möglich war. Andere Gäste verließen fluchtartig das Lokal, so auch wir, nachdem wir unseren Unmut deutlich gemacht hatten. Draußen, auf dem Parkplatz direkt vor der Tür, fanden wir unseren Wagen mit rohen Eiern beworfen vor. Fürwahr, ein denkwürdiges Erlebnis, wie zu erleben ich noch niemals das Mißvergnügen hatte. Wenn das Etablissment seinen zahlreichen Vorgängern in diesem Haus in die Pleite gefolgt ist, wird es keine Lücke hinterlassen. read more