Mag sein, dass einem Peter Zaun ein perfekt angepasstes Rennrad verkaufen kann, wenn man sich ganz auf seine Vermessungs- und Beratungsprozedur einlässt.
Ärgerlich ist aber, dass er in seiner Beratung extrem unflexibel ist und das Ganze den Eindruck von Geldschneiderei macht.
Ohne Vermessung wird man gar nicht weiter beraten, wenn man sich ein Rad kaufen will. Die Vermessung kostet 30 Euro. Die Daten bekommt man aber nicht. Begründung: Sie hätten die Erfahrung gemacht, dass Kunden nicht selbstständig mit den Daten umgehen könnten.
Im Anschluss an die Vermessung ging es um die Frage, welche Sitzposition bequem, moderat, sportlich ich auf dem Rennrad gerne einnehmen würde. Auf meine Frage hin, ob man die Positionen auf einem Rad mal testen könne, wurde mir das Angebot gemacht, für 100 Euro ein Testrad eine Woche lang fahren zu können recht viel Geld und Aufwand.
Es war dann aus mir nicht verständlichen Gründen nicht möglich, einfach im Laden mal auf einem Rad zur Probe zu sitzen. Dafür sei keine Zeit da, wurde mir gesagt. Mein Hinweis, es sei doch außer mir gar kein Kunde im Laden, wurde mit der Antwort quittiert, er habe auch noch andere wichtige Dinge zu tun.
Was ein Fahrradverkäufer zu den Ladenöffnungszeiten noch Wichtigeres zu tun haben kann, als Kunden Fahrräder zu verkaufen, verstehe ich bis heute nicht.
Vielleicht ist der Laden für jemanden, der sich gut mit Rennrädern auskennt, genau richtig. Laien behandelt der Inhaber jedoch mit der Attitüde, als sei Rennradtechnik eine Geheimwissenschaft, in der nur er sich auskennt und die man einem Normalsterblichen nicht erklären kann, weil er es ohnehin nicht verstünde. read more