Die pure Enttäuschung Letztes Wochenende war es endlich
soweit! Meine Freunde und ich freuten uns schon seit Wochen auf einen
gemeinsamen Abend beim Pret a Diner. Wir waren voller Freude und Erwartungen. Denn vor 2 Jahren besuchten
wir mehrmals die Location und es war sowohl kulinarisch als auch optisch ein
Genuß. Deshalb waren auch dieses Mal
die Erwartungen hoch und alle waren gespannt welche kulinarischen Exquisitäten
aufgetischt werden. Wir kamen eine Stunde vor
Tischreservierung um einen Drink an der Bar zu nehmen. Doch der Abend begann
damit, daß der Service mehr als 40 Minuten für 5 Hugos benötigte obwohl kaum andere
Gäste in der Bar waren. Der nette Kellner entschuldigte die lange Wartezeit mit
einem flapsigen Kommentar: Die werden mit Liebe gemacht. Solche
unqualifizierten Kommentare vom Servicepersonal sind weder höflich noch
konstruktiv. Da wir alle aber bzgl.
Service in Deutschland und vor allem in Frankfurt am Main schlechtes Niveau
gewohnt sind überraschte uns die Reaktion des Servicemitarbeiters kaum. Auch
das andere Servicemitarbeiter gähnend und desinteressiert an der Bar standen
anstatt aufmerksam die Augen nach Bedürfnissen der Gäste auf zu halten. Nach dem Aperitif nahmen wir
dann Platz an unserem reservierten Tisch im Restaurantbereich, der durchaus
sehr angenehm von der Platzierung als auch von der Dekoration war. Unser Kellner an dem Abend
war sehr nett und er bemühte sich wirklich, was uns positiv überraschte, da man
in dieser Stadt grundsätzlich schlechtem Serviceverhalten hilflos ausgesetzt
ist. Allerdings rissen die
Enttäuschungen und negativen Eindrücke nicht ab. Denn nach unserer Auswahl der
Menüs und der Weine wurde uns mitgeteilt, daß die schottischen Langusten aus
seien. Absolut inakzeptabel, unverständlich bei einer 6 Wochen vorher
reservierten Buchung und absolut unprofessionelle logistische Leistung des Küchenchefs. Nachdem wir diesen Schock
verarbeitet hatten und die ersten Gerichte aufgetischt wurden war der erste
Ärger durch Champagner aufs Haus etwas gemildert. Wobei wir uns gefragt haben
warum bei einer so hoch kulinarisch angesetzten Benchmark zweitklassiger
Champagner wie Veuve Clicquot Regular serviert wird. Das einzig konsequente an
diesem Abend waren die schlechten Nachrichten und Enttäuschungen. Denn als nächstes warteten
wir fast 40 Minuten auf unseren nächsten Gang. Die Wartezeit zwischen zweiten
und dritten Gang war ebenfalls fast genauso lang. Professionelle Restaurants
lassen den Gast nie mehr als 20 Minuten zwischen den Gängen warten. Der zweite Gang war partiell
ein Genuß. Jedoch ist es sehr traurig, daß in der heutigen Zeit ein angeblich
erfahrenes, internationales Köche Team Aspekte wie Vegetarisch, Laktose- und
Glutenfrei nicht berücksichtigt und keine adäquaten Alternativen anbietet. Das
vegetarische Gericht bestand größtenteils aus einer lieblos zusammengewürfelten
Speisenauswahl des ersten Ganges. Die Glutenfreie Variante (Fleischgericht)
hatte nicht einmal eine ernstzunehmende Beilage, nämlich nur ein einzelnes
Salatblatt. Meine Freunde und ich gehen
sehr gerne gut essen wie viele Menschen in dieser Stadt und sind durchaus
bereit für gute Qualität und außergewöhnliche Leistungen den entsprechenden
Preis zu zahlen. Bei einer durchschnittlichen
pro-Kopf Rechnung von 140,00 EUR (inkl. Tip) dürfte man eigentlich ein hohes
Niveau an Restauranterlebnis erwarten. Das Team um Klaus-Peter
Kofler hat uns an dem Abend maßlos enttäuscht und mal wieder gezeigt, daß
Deutschland bzgl. Food Style und Service bei weitem nicht auf internationalem
Level agiert. Vielleicht sollte mal ein
Köche/Restaurant Team von RTL2 vorbei schauen und Nachhilfeunterricht geben,
denn teilweise wurden wir an dem Abend auf diesem Niveau bedient. read more