An Unprofessionalität nicht zu überbieten: Wir hatten das ganze Restaurant gebucht für einen runden Geburtstag. Beginn 18:00. Als wir um 17:45 Uhr kamen, war noch NICHTS vorbereitet. Außer, dass ein DJ sein Pult aufgebut hatte, den wir nicht kannten. Denn das Restaurant hatte eine Doppelbuchung! Der DJ war der einer Hochzeitsgesellschaft, die zur gleichen Zeit feiern sollte! Wir wurden verwiesen auf die Möglichkeit, am Strand zu feiern. Was wir abgelehnt haben. Bei absehbar 12 Grad und 5 Windstärken. Aber selbst dann: Am Strand war auch nichts vorbereitet. Es kam dann gegen 18:30 Uhr (also nach offiziellem Veranstaltungsbeginn) ein Dienstleister und brachte ein paar Stehtische und Bierbänke. Wir haben mit 58 Gästen dann den unbeheizten Pavillon mit ca 25 qm okkupiert. Alles in Eigeninitaiative. Tische selber rausgeräumt und versucht, das beste draus zu machen. Ein Drittel unserer Gäste ging nach kürzester Zeit. Denn Platz war maximal für 30 Personen im Pavillon und draußen war es leicht bekleidet einfach viel zu kalt. Immerhin war unser Essen vorbereitet, kam jedoch eine Stunde zu spät. Offene Kommunikation? Fehlanzeige. Versuch, die Situation irgendwie zu retten mit auch nur einer einzigen sinnvollen konstruktiven Idee? Fehlanzeige. Angebot irgendeiner Entschädigung? Fehlanzeige. Deko? Fehlanzeige. Begrüßungsdrink für die kommenden Gäste oder Sundowner, wie gebucht? Fehlanzeige. Der vorab lange ausgesuchte Wein? Fehlanzeige. Getränke haben wir uns an einer Art Bierstand draußen überwiegend selbst holen müssen. Das Essen des Flying Buffet? Mal okay, mal mit weitgehend rohem Reis und geschmalcklosen Rindfleischstick. Als dann auch noch der Strom ausfiel, musste das einer unserer Gäste ein Elektriker zum Glück in Eigeninitiative regeln. Einfach unfassbar in der Performance als auch im Umgang mit der Situation. Ein Großteil der Gäste kam aus ganz Deutschland oder dem Ausland extra zu der Feier. Das war auch der Geschäftsführerin klar, die das ungerührt zur Kenntnis nahm. Die Toiletten sahen bald so aus, wie Toiletten aussehen wenn zwei große Festgesellschaften sie benutzen und versuchen, sich die Situation schönzutrinken. Insgesamt: Eine einzige Katastrophe. Und nicht ein Wort der Entschuldigung der Geschäftsleitung, welche sowohl uns als auch die armen Hochzeitsveranstalter mit scheinheiligen Erklärungen kommt statt mit offenem Visier. Lediglich das Personal war ein Lichtblick. Die zeigten Anteilnahme und haben verständlicherweise völlig überfordert alles gegeben. Ihre Schuld war der Totalreinfall nicht, ihnen gebührt ein großes Kompliment. Auch jetzt, 24 Stunden nach dem Desaster, noch keinerlei Kontaktaufnahme durch die Geschäftsleitung. Ich hoffe, das Brautpaar hat den Abend dennoch irgendwie genießen können. Es fiel ihm offenkundig auch sehr, sehr schwer. read more