Ich kann mich meinen Vorrednern in Sachen Qualität der Sushi bei Makiman leider nicht anschließen. Natürlich ist Geschmack sehr individuell, allerdings machte dieses Restaurant in Bezug auf mein Geschmacksbild von Sushi aus dutzenden anderer Sushibars eine Ausnahme, weshalb ich mich auch hier zu Wort melden möchte.
Sushi-Angebot:
Das Angebot von Makiman scheint wohl eher auf den europäischen Geschmack zu zielen, die Fischauswahl ist zu gunsten anderer Kreationen (Eingelegter Thunfischsalat, Fleisch, Hühnchen etc.) etwas eingeschränkter als in den klassischen Sushi-Bars. An Nigiri gibt es hier 9 verschiedene Sorten (davon 7 mit Fisch), was für eine Sushibar eigentlich schon recht wenig ist- andere Bars haben 19 und mehr Sorten. Da man allerdings am besten nach und nach mit Sushi anfangen sollte, ist dies nur ein Hinweis für Kenner, die mehr aufs Exotische aus sind.
Sushireis:
Der Sushireis schmeckte recht fade nur nach gekochtem Reis und hatte nicht dieses hauchfeine süßlich-saure Aroma, das ich sonst von Sushireis gewohnt bin. Zudem war der Reis zu trocken und konnte so den Fisch nicht optimal im Geschmack unterstützen.
Fazit:
Der große Vorteil von Makiman liegt sicherlich in der Breite seiner Speisekarte, sodass man auch mit nicht-Sushiessern zusammen hier einkehren kann. Positiv fiel mir auf, dass bei den nicht-Sushigerichten keine aufdringliche Würze herauszuschmecken war, also Glutamat oder Hefeextrakt &Co wohl nicht verwendet wurden. Der breit gefächerten Speisekarte stehen allerdings aus meiner Sicht geschmackliche Schwächen im Detail entgegen, wohingegen die Preise denen anderer Bonner Sushibars ebenbürtig sind. read more