ESSEN an der südlichsten Straßenbahnhaltestelle Deutschlands.
Da die Auswahl relativ klein war haben wir uns gleich für das Menü entschieden (Mittagsmenü: 40.-Euro !)
Zunächst ein kleiner Feldsalat mit Kartoffel-Dressing. Danach eine sehr würzige Rotkraut Suppe mit Schinken und Maronen, Hauptgang ein einfacher Sauerbraten auf Karotten mit Nudeln plus Dessert.
Das Essen geschmacklich nahezu einwandfrei, nur in der Menüabfolge, dies als kleiner Hinweis, etwas einseitig vom Geschmack. Die Säure vom Salatdressing, danach die sehr dominierende Säure vom Rotkohl und dann der leider auch etwas übersäuerte Sauerbraten. Da hat man schon den Eindruck das die noch relativ junge Küche viel zu wenig über dass, was sie da eigentlich handwerkt, nachdenkt.
Alles aber noch so, das es uns nicht unbedingt von einem weiteren Besuch abhalten würde.
Allerdings macht uns die Preisgestaltung etwas Sorgen, aber dies kann wirklich jeder Gast für sich selbst entscheiden.
Das Menü war - nach unserer Ansicht - leider überteuert . Die Hauptgänge auf der Karte zwischen 18 und 28 Euro, aber die "wohl-sanierte Klientel" dafür sitzt schon in der Nähe. Aber alleine darauf zu schielen ist sicher der falsche Weg.
Die Weinauswahl ausgewogen der Service, da von der Wirtin geführt, freundlich, aufmerksam,vorbildlich kompetent.
Wir wünschen natürlich alles Gute - allein schon für den Mut ein derart "abgehalftertes" Lokal wieder neu aufzubauen.
NACHTRAG: Inzwischen ist der KYBFELSEN geschlossen !
Das Wirteehepaar hat es nicht geschafft. Hier hat man mit den Preisen eindeutig auf das Klientel "in der Nähe" gehofft - und dies war wie bereits befürchtet - der falsche Weg. Manche Wirte schlachten mit ihren überzogenen Preisen die Kuh, die sie eigentlich lange melken wollten. Dies war dann bei unserem wiederholten Besuch unser bleibender Eindruck - hier stand das Preis-Leistungsverhältnis absolut nicht mehr im Einklang.
Jetzt bleibt nur zu hoffen dass die sehr erfahrenen Besitzer sich in der Nachfolge nicht für eine seelenlose Gastro-Kette entscheiden.
Es wird künftig nicht nur von der Küchenleistung abhängen, es kommt auch auf den Geist an, der in den Gemäuern wohnt. Dieser bestimmt in hohem Maße, wer im Lokal zu Messer und Gabel greift- es braucht wieder die Eigenwilligkeit und Unverwechselbarkeit. read more