Aus dem DEUTSCHEN KAISER wurde (vor 1 Jahr) DER KAISER, und der hat sich seine Gäste aus der Wiehre bereits erzogen. Das ist kein Szene-Treff für Wichtigtuer, obwohl sich die Bewohner dieses Stadtteiles schon immer für "sehr wichtig" hielten. Der letzte Wirt der dies zu spüren bekam hat in der Baslerstrasse seine Lokalität wieder geschlossen.
Biergarten, Schnitzel, Wurstsalat, Flammkuchen, Kalbshaxenscheiben, Spätzle mit Sosse , Salate und natürlich Putensteak (!) - das Angebot für Hinz und Kunz, Steakliebhaber und Vegetarier.
Das Essen kann in seiner Schlichtheit dann ein Aha-Erlebnis sein, wenn die Produkte von erstklassiger Qualität und perfekt zubereitet sind. Wenn nicht, dann ist es, kaum aufgegessen, schon vergessen. Kurzum allen Gerichten, wir waren mit 4 Personen zum Essen, fehlte die Raffinesse, es wird maßlos überwürzt und ließ leider bei keinem einen besonderen Genuss aufkommen.
Bürgerliche Klassiker in der Regionalliga. Liebhaber einer Aromenküche scheinen nicht die Zielgruppe zu sein. Den Köchen scheint es zu schmecken, ständig stecken sie sich Häppchen in den Mund. Sehr auffallend nach dem Essen der unstillbare Durst. Mag hier ein Zusammenhang mit unkontrolliertem Salzeinsatz bestehen, oder ist es die sehr verdächtige Wirkung von Geschmacksverstärkern?
Bei der Weinempfehlung legt der Servicemitarbeiter uns dann zwei Weine "ganz besonders" ans Herz, rein zufällig sind es die beiden teuersten (0.25l = 6.20 EUR & 6.80EUR).
Sollte DER KAISER irgendwann der Letzte sein der in der Wiehre warmes Essen anbietet, würden wir wieder dort essen, ansonsten eher ungern. read more