Ende November 2009 fand endlich unser lange geplanter Familienausflug in den Klettergarten Hamburg statt. Was genau das ist, und ob sich ein Ausflug dorthin lohnt, will ich euch in diesem Bericht näher bringen:
Was ist ein Kletterwald?
Ein Kletterwald ist ein Hochseilgarten, aber eben nicht künstlich sondern in einem richtigen wald angelegt. Er besteht, wie der Name schon sagt aus hohen Seilen und Kletterstationen. Es gibt viele, verschieden hohe, Klettersteige, etwa 2- 9 m hoch, wo Seile (größtenteils Stahlseile), Hängebrücken, Schlaufen und allerlei Hindernisse gespannt sind. An den Bäumen gibt es Plattformen, auf denen die Übungen starten. Alles ist sehr stabil, die Teilnehmer werden natürlich in Gurtzeugen gesichert. Es gilt verschiedene Übungsparcoure (je nach Schwierigkeitsgrad) auf und mit den Seilen zu bewältigen, im Vordergrund steht dabei, sich dem Team (also seinen mit-Teilnehmern) anvertrauen und möglicherweise auch an die eigenen Grenzen zu gehen. (9 Meter können sehr hoch sein)
Der Kletterwald Hamburg...
liegt ganz idyllisch im Wald in Volksdorf (Meiendorfer Weg 122, Hamburg) im Norden Hamburg gut erreichbar mit Pkw und HVV (U1). Er ist relativ groß und bietet vielen Gruppen gleichzeitig ausreichend Platz.
Am Platz selbst gibt es einen großen Unterstand mit Sitzgelegenheiten und Toiletten, Catering ist ebenfalls möglich. Nimmt man letzteres nicht in Anspruch, kann man natürlich eigene Getränke und Snacks mitnehmen.
Der erste Eindruck: war gigantisch
Hier wurde uns ersteinmal der Ablauf professionell und verständlich erklärt, welche Parcours' vorhanden sind. Was ist mit unseren Kids (7 und 9J) machbar, und wir wurden mit Helmen und Gurtzeug ausgestattet.
Auch für Fragen bleibt ausreichend Zeit. Danach geht es dann auch schon an die Anlage, wo wir das selbständige Sichern üben. Als alles klar ist, und wirklich jeder das Prinzip verstanden hat, geht es los - über den ersten Parcours der nur in einer Höhe von zwei Metern überm Grund verläuft. Wir erklimmen nacheinander die erste Plattform, von wo aus man über verschiedenste Seile, Pfähle und ähnliches zu anderen Plattformen gelangen kann.
Besonders ist, im Gegensatz zu anderen Klettergärten/Hochseilgärten, dass hier ein besonders sicheres System verwendet wird. Man kann nichts falsch machen und auch die Kleinen können sich nicht versehentlich entsichern. Besser (sicherer) geht es nicht. Toll! d.h. am Gurtzeug ist 1 Seil eingehängt, mit dem man bei allen Übungen durchgehend sichert ist (bis zum ende des Parcours).
Danach geht es zum Parcours 2 den auch die ganze Familie absolvieren möchte.
Zwischen den Übungen gibt es Pausen, in denen man etwas trinken oder auch essen kann. Und so geht das, bis jemand an seine Grenzen stößt oder ausgepauert ist (mental oder körperlich). Das macht einfach Spaß!
Am Schluss (wir kamen als ganze Familie bis Parcours 6!) werden die Gurtzeuge abgelegt und man verlässt gemeinsam die Anlage bis zum nächsten Mal. Das ist sicher. Und dann knacken wir den achten und neunten ;-).
Was gibt es für Übungen?:
Im "Selbstsicherungsbereich", wie der erste Teil genannt wird, gibt es verschiedene Plattformen, die durch verschiedene Wege miteinander verbunden sind.
Zum Teil Baumstämme, auf denen balanciert werden muss (hört sich einfach an, ist aber in 9m Höhe definitiv eine Herausforderung), Seile über die man sich hangeln kann, Hängebrücken, und sogar eine Reihe von Autoreifen, bei denen man sich von einem zum nächsten schwingen muss. Einige der Übungen waren körperlich wirklich anstrengend, andere eher leicht zu bewältigen. Alles in Allem war aber hier für jeden etwas dabei und hatten wir eine Menge Spaß.
Man verlässt die letzte Plattform manchmal über eine gigantische Seilbahn nach unten.
Ti pps:
- Auf jeden Fall feste Schuhe anziehen, vorzugsweise knöchelhoch, aber auch sonstige feste Schuhe sind ok. Mit Sandalen oder Schuhen mit Absatz kommt man hier nicht weit...
- Wer einen Rock anzieht ist selbst Schuld Am besten nicht zu enge, bequeme Kleidung, und möglichst nicht das neuste Designerstück, falls doch mal was schmutzig wird, oder in Mitleidenschaft gezogen wird.
- Da das Klettern bei jedem Wetter (außer Gewitter / Sturm / Eis) stattfinden kann, sollte man auf eventuelle Schauer ebenfalls vorbereitet sein
- Ausreichend zu Trinken und einen Fotoapparat mitnehmen!!!
Negatives:
Hier gibt es zum Glück nicht viel zu bemängeln:
- Man kann nicht überholen. Die hohe Sicherheit, des sich nicht ausklinken könnens erlaubt es nicht Angsthasen zu überholen. Man muss eben ein wenig geduldig sein, wenn eine langsame Gruppe vor einem ist.
Positives:
Da fällt mir jede Menge ein:
Die Betreuung war wirklich erstklassig, und die einzelnen Übungen wurden ebenfalls super erklärt. Niemand wurde gezwungen oder gedrängt, es war eine lockere, angenehme Stimmung und wir hatten viel Spaß zusammen. Es gab viele neue Erfahrungen, und das Konzept ist gut durchdacht - durch die langsam sich steigenden Übungen gewöhnt man sich langsam an die read more