Das Jagdschloss Platte wird in den Jahren 1823 bis 1826 im Auftrag Herzog Wilhelms von Nassau von dem 1823 zum nassauischen Hofbaudirektor ernannten Friedrich Ludwig Schrumpf erbaut. Nach dem Tod Herzog Wilhelms 1839 geht es in den Besitz seines Sohnes, des letzten nassauischen Herzogs Adolf über.
Das Jagdschloss bleibt auch nach der Annexion Nassaus durch Preußen 1866 im Besitz des Herzogs, der 1890 zum Großherzog von Luxemburg proklamiert wird. 1865 hält Herzog Adolf zum letzten Mal Hof im Jagdschloss Platte.
Die Erben des 1905 verstorbenen Herzogs verkaufen das Bauwerk 1913 an die Stadt Wiesbaden, die es unterschiedlichen Nutzungen zuführt. Im Zweiten Weltkrieg befindet sich im Jagdschloss eine Flugabwehr-Leitstelle. In den letzten Kriegstagen wird das Schloss getroffen und zerstört. Die Ruine fällt in einen Dornröschenschlaf, bleibt aber aufgrund ihrer charmanten Lage ein Anziehungspunkt für gesellschaftliches Leben.
1987 nimmt sich eine Initiative, die heutige Stiftung Jagdschloss Platte e.V., des Schlosses an und macht es wieder nutzbar.
Das Jagdschloss heute
Nach mehrjährigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten präsentiert sich das Jagdschloss Platte heute als einzigartiger Veranstaltungsort. Für gesellschaftliche Anlässe jeglicher Art, nur wenige Autominuten von der Wiesbadener Innenstadt entfernt, besticht es durch seinen wunderschönen Blick auf das Rheintal und sein besonderes Ambiente. Hochzeiten, Familienfeiern, Firmenfeiern etc. finden hier einen perfekten Rahmen, der viel Raum für Kreativität und Gestaltung lässt.
Die Räumlichkeiten im Erd- und Obergeschoss bieten ohne Bestuhlung Platz für 600 Besucher, im oberen Stockwerk lassen sich rund 260 Bankett-Gäste verwöhnen. Die Kombination von alter Architektur und neuen Elementen, wie einem gläsernen Dach und einer Aussichtsplattform, unterstreichen den außergewöhnlichen Charakter des Schlosses. read more