Von mittlerweile sechs Lokalitäten in Berlin ist das 'Hasir Kreuzberg' das älteste (Hausnummer 10) und direkt daneben findet man das neuere 'Hasir Ocakbasi' (Hausnummer 12). Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass im Letztgenannten alle Fleischgerichte auf dem Holzkohlegrill zubereitet werden.
Beide Lokalitäten sind einheitlich gestaltet und durch ihre durchgehende Verglasung unübersehbar. Im Inneren des langgestreckten Gastraum setzten einerseits die dunklen Holztische mit Bänken und Stühlen, andrerseits die zahlreichen Bilddokumentationen der zahlreichen illustren Gäste einen eigenwillig bistroähnlichen Akzent. Die durchgehende Fensterfront lässt alles in warmem Licht erscheinen.
Die Speisekarte bietet einen interessanten und reichhaltigen Querschnitt durch die türkische Küche. Wir wählten als Vorspeise "Mütebbel", die Spezialität des Hauses, gegrillte und gehackte Auberginen mit Joghurt und Knoblauch, dazu wurde uns frisch gebackenes Fladenbrot gereicht. Danach orderten wir "Gegrilltes Lammrückenfilet mit Reis Bratkartoffel und Salat". Alles, was uns serviert wurde, war ohne Zweifel landestypisch zubereitet, schnörkellos angerichtet und rundum schmackhaft.
Dass das "Efes" ausgeschenkt wird, zeigt die Heimatverbundenheit der Verantwortlichen ebenso wie der Visitenkartenhinweis auf die Hasir-Filiale in Antalya. Der Service war durchaus um seine Gäste besorgt, nicht unbedingt besonders engagiert, aber doch routiniert, auf das Wesentliche beschränkt.
Die Preise sind im gehobenen Bereich, was nicht unbedingt dem Gegenwert entspricht und auch nicht einfachhin mit dem Kreuzbergpflaster erklärbar ist.
Weil wir den Kreuzberg erkundet haben, sind wir hier eingekehrt. Wir haben andere Lokalitäten entdeckt, wo wir beim nächsten Mal einkehren werden. read more