Hallo,
ich war gerade erst gestern wieder bei Schloffers zu Gast und habe mich dort wie immer wohl gefühlt. Mein Vater lebt ungefähr dreihundert Meter entfernt und eine Mahlzeit in diesem Restaurant gehört für mich einfach dazu wenn ich meinen Vater in Cuxhaven besuche.
Dem Urteil von Soucier kann ich nicht ganz folgen. Also daß im Sommer gut Betrieb ist, wo es weit und breit kaum eine auch nur annähernd akzeptable Alternative gibt dürfte niemand verwundern. Das Angebot ist sicher gut angenommen. Aber die Küche ist gerade ein Aspekt den ich loben möchte, ebenso wie Sauberkeit und die angenehme, ruhige und zugleich familienfreundlche Atmosphäre.
Zunächst zum Namen: Jeder in Cuxhaven kennt diese Station auf der halben Strecke der Strandpromenade zwischen Duhnen und der Kugelbake unter dem Namen Behrens. Deshalb hat der neue Betreiber Herr Schloffer den Namen auch beibehalten als er den Betrieb vor einigen Jahren übernommen hat und besondere Tagesangebote stehen immer noch unter der Überschrift aus Oma Behrens Kochbuch. Und doch hat das Restaurant unter der neuen Führung ein ganz eigenes, persönliches Profil entwickelt, weshalb wir heute in der Familie nicht mehr sagen, daß wir zu Behrens gehen sondern zu Schloffer.
Das Gebäude hat zwei Gesichter und so spricht man eigentlich über zwei unterschiedliche gastronomische Angebote wenn man von Behrens spricht. Da ist einmal das eigentliche Restaurant mit dem herrlichen Blick auf die Schiffe, die vorbei fahren und seitlich das Bistro Düne 1 mit Selbstbedienung und einem informellen Angebot kleiner Speisen wie z.B. Fischbrötchen oder Kaffee und Kuchen und einem windgeschützten Innenhof, der auch an kühlen Tagen zum Aufenthalt im Freien einlädt. Beide Bereiche erreicht man wenn erwünscht ohne Entrichtung der Kurtaxe.
Im Restaurant ist die Standardkarte einfallsreich und vielfältig. Die Preise für Tellergerichte liegen größtenteils um zehn bis vierzehn Euro. Darüberhinaus gibt es häufig ein Tagesangebot. Die Preise sind also nicht mehr Pommesbude oder Chinarestaurant, aber durchaus noch alltagstauglich und was dafür geboten wird finde ich weit mehr als alltäglich.
Auf der Karte steht neben Klassikern wie Wiener Schnitzel ein Auswahl an Fischgerichten im Mittelpunkt, die durchweg frisch zubereitet werden und sehr empfehlenswert sind. Rotbarsch ist nicht langweilig wenn man ihn Cornflakeskruste mit Ananascurry gereicht bekommt und bei einem anderen Gericht gibt es als Beilage z.B. Sahnesauerkraut.
Auch die Süßmäuler kommen auf ihre Kosten. Der Kaiserschmarrn ist für sich genommen ein Hauptgang und zur Kaffeezeit stehen immer einige frische Kuchen und Torten in der Vitrine zur Auswahl.
Auch das Ambiente ist stimmig und angenehm. Es ist eine Strandgaststätte und jeder Besucher trägt unweigerlich Sand herein. Entsprechend ist das Interieur gewählt. Natürlich gibt es einen Fliesenboden und es ist nicht alles mit Plüsch ausgeschlagen, aber es ist rundum wohnlich und für den Winter gibt es sogar einen Kamin. Ich könnte mich nicht erinnern, daß es schon mal unter den Füßen geknirscht hätte. Auch die Toiletten sind immer in tadellosem Zustand.
Wir fühlen uns auch jedes mal wieder und nun schon seit Jahren mit großer Beständigkeit gut bedient. So bequem wie die Gaststätte für uns zu erreichen ist melden wir uns vorher an wenn wir Bedenken haben, daß viel Betrieb sein könnte und versuchen auch die absoluten Stoßzeiten zu vermeiden.
Unter diesen Umständen erleben wir die Bedienung als routiniert, freundlich und entspannt. Es geht zügig aber ohne Hektik, auch die Küche scheint gut organisiert. Und wenn man noch einen Wunsch hat muß man nicht erst wild gestikulieren um wahrgenommen zu werden. Wenn ich Familienfreundlichkeit lobe, dann bedeutet das im Übrigen nicht, daß man als Kehrseite Lärm und Unruhe in Kauf zu nehmen hätte, man kann sich auch ohne Anhang hier wohl fühlen. read more