eins vorweg: ich esse gerne. und es gehört nicht viel dazu, damit ich zufrieden bin. aber das ist sicher: hier bekommen mich keine zehn pferde mehr hin.
beim reinkommen: oh schreck: gerade kanten und formen bei tischen und sitzgelegenheiten (naja, jeder wie er mag), dann aber ein kaktus in einer ecke und die üsseligen holzscheite sind auch noch da. westernflair nagut. und dann rundherum an den wänden bilder von burgern! obs die eigenen sein sollten?!? man weiss es nicht, und wills auch garnicht wissen und ganz passend zur western-optik gabs noch tech-house als musikalische untermalung. ganz gross.
also setzten wir vier uns und warteten. und warteten. und warteten
nach knapp 8 minuten kam ein bemühter kellner an, und fragte, ob wir soweit wären. ja, sind wir
daraufhin meinte er, dass er dann gleich käme.
wir waren uns nach weiteren fünf minuten nicht so sicher, ob er denn wirklich wiederkäme, also schickten wir einen los (DU sitzt am nächsten an der theke; geh mal fragen), der sich erkundigen sollte.
irgendwie sollte man doch an der theke bestellen, was aber niemand irgendwie wusste.
aber es erbarmte sich dann doch der kellner und nahm unsere bestellung auf. war auch nicht viel zu tun, zu keiner zeit waren ausser uns mehr als sieben gäste im laden.
dann aber nach der einrichtung schon der nächste schock: cola bestellt, pepsi bekommen (interessant, da laut website coca-cola verkauft wird). ob die ausgestellten flaschen afri-cola nur deko sind? ein mysterium, welches von uns nicht gelöst werden sollte.
nach 15 minuten wartezeit kamen unsere burger. sogar fast richtig. einer von uns hatte ohne fritten bestellt, hatte aber trotzdem welche bekommen. hat er sofort reklamiert, und hat sie auch nicht zahlen müssen.
aber fangen wir beim burger an: ich hatte ohne tomaten, dafür mit käse und senf bestellt. tomaten waren auch nicht dabei, allerdings musste man den senf suchen. 3 kleckse mit einem jeweiligen durchmesser von ca 5 mm sind nicht wirklich viel. das fleisch selber war zwar vernünftig dick, aber nur handteller-gross und totgebraten. also so wirklich tot! und die würzung war ungleichmässig untergearbeitet. naja, is ja auch handarbeit, aber wenn man von einem bissen zum nächsten von unglaublich vielen aromen beinahe erschlagen wird, während man vom fleisch selber nix schmeckt, ist doch vorsicht geboten.
das brötchen mag ja selbstgebacken sein, aber es sieht aus und schmeckt wie die dinger, die man im halben dutzen bei aldi kaufen kann meine meinung.
dann ist der käse auch nur n ganz normaler scheibletten-käse. nix besonderes. ich hätte mir ne richtige scheibe cheddar gewünscht aber gut.
die fritten ja, die fritten. ich hatte mal irgendwo gehört/gelesen, dass die hier auch selber geschnitten werden würden. tja, da hatte ich mich geschnitten. ganz normale convinience-ware. kann man unter dem namen steakhouse-fries bei fast allen discountern kaufen. wenn ich mich täuschen sollte, tut es mir leid, aber ich bin mir fast sicher.
die dips für die fritten (ketchup und salatmayonaise!!!) kamen in hygienischen portionsbeutelchen an den tisch, ich fühlte mich fast wie in einer autobahnraststätte.
irgendwann waren wir dann fertig mit essen, bezahlten und gingen. gut, dass wir keine rechnung brauchten, da alles handschriftlich festgehalten und im kopf ausgerechnet war.
aber damit war für mich der spass noch nicht vorbei: den ganzen tag spürte ich, wie der burger wie ein backstein sich durch meine innereien bahnte. was allerdings auf dieser reise aus dem backstein wurde, war eher ein fall für einen exorzisten. ich möchte auch nicht näher drauf eingehen. nur soviel: ich bin froh, dass es nicht mehr in mir ist.
alles in allem gehe ich lieber in die andere richtung, und esse meinen burger im fiddlers, wo die fritten wirklich selbstgemacht sind und die burgerbrötchen erkennbar vom bäcker kommen.
oder ich bleibe in der city und gehe beim cartoon n burger essen. selbst der ist um längen besser als der im BYB read more