Auf der Suche nach einem afrikanischen Restaurant/Kneipe bin ich auf das African Drum gestossen. Die teilweise negativen Kritiken im Netz haben mich zwar misstrauisch gemacht, ich habe es dennoch riskiert und wurde nicht enttäuscht.
Die Lage ist mehr als aussergewöhnlich und schwer zu finden. Das Lokal befindet sich in der Mitte des Ebertplatzes auf dem Weg zur Ubahn. Mehr als ungemütliche Lage im Betongrau. Rundum verglast, so sieht man, wer im Laden ist und von innen, wer gerade zur Ubahn geht.
Die Ausstattung ist nicht weiter erwähnenswert. Mn kann dort einfach nur was trinken oder auch etwas Essen. Die Preise sind günstig.
Ich kam gegen 10 Uhr am Samstagabend, da wurde der Laden so langsam voller. Am Wochenende spielt in DJ gute Soul- und Afromusic, zu der auch getanzt werden darf. Da es keine Tanzfläche gibt, stehen die Leute einfach auf und tanzen. Gut gelaunte Afrikanerinnen machen es vor. Überhaupt habe ich dort nur gutgelaunte und sympathische Menschen vorgefunden. Viele kenne wich, man kommt aber schnell ins Gespräch. Das Publikum ist überwiegend afrikanisch, aber auch Einheimische haben offenbar herausgefunden, das es sich dort gut essen und feiern lässt.
Bier gibt es nur in Flaschen. Die Karte hat auschliesslich afrikanische Gerichte. Ich lies mir vor Chef ein Gericht empfehlen, welches man mit der Hand essen kann, Rind, Ziege und Stockfisch. Schmekcte ausgezeichnet und ich bin froh, dass ich auf den Tip vertraut habe. Aber auch das Essen der anderen sah lecker aus. Gerne jederzeit wieder.
Auf mehreren Bildschirmen wird Sky Sport gezeigt.
Insgesamt kann ich den Laden uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer allerdings ein gediegenes afrikanisches Touristenlokal sucht oder gerne in kolonialen Erinnerungen schwelgt, ist hier falsch am Platz. Es ist eben ein afrikanisches Lokal für Afrikaner und Afrika-Freunde mit unverwechselbarem Charme. Ein Lob an den Eigentümer, dass er sich getraut hat, in der Ecke ein Lokal aufzumachen. Ich wünsche ihm und seinem Team viel Erfolg. read more